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Der Sprung ins Kieler Verlagswesen

Hey, ich bin Nele und habe im August dieses Jahr meine Ausbildung zur “Medienkauffrau Digital und Print” hier bei den Kieler Nachrichten begonnen.


Wie alles anfing
Wenn ich so zurückdenke ist die Zeit vom Vorstellungsgespräch letzten Jahres bis jetzt rasant verflogen. Ich genoss meine letzten Wochen, bevor es losging und habe diese bis oben hin zu geplant, um die Zeit noch möglichst vielseitig zu nutzen. Ich war aber auch guter Dinge und sehr froh nun endlich anzufangen.

Wie es überhaupt dazu kam
Aber lasst uns nochmal kurz zurück spulen. Wie kam es eigentlich, dass ich mich für die Ausbildung “Medienkauffrau Digital und Print” bei den Kieler Nachrichten entschieden habe?
Da ich hier aus dem Norden komme, waren die Kieler Nachrichten in meiner Familie schon immer ein Begriff.
Morgens lag die Zeitung auf dem Frühstückstisch, bis sie dann vor ein paar Jahren durch das Epaper ausgetauscht wurde.
In der Grundschule hatte ich bereits die ersten Berührungspunkte: wir arbeiteten an einem Projekt, welches damals noch „Leselust“ hieß, heut aber unter „MiSch“ bekannt ist.
Anhand meines Betriebspraktikums in der 9. Klasse war es mir dann endlich möglich in den Verlag zu schnuppern und zu sehen, wie viel mehr doch hinter allem steckt, als nur die fertig gedruckte Zeitung, die wir Kunden nachher bei uns liegen sehen.
Das Praktikum hat gute Erinnerungen bei mir hinterlassen, sodass ich mir nach meinem Abitur sicher war, Medien sind meine Welt.
Die Ausbildung zeigt nicht nur Einblicke in den Print Bereich sondern auch in den Online Bereich, der mich auch privat begeistert. Dann habe ich einfach mal eine Bewerbung losgeschickt und wurde tatsächlich einige Wochen später angerufen und mit einer Zusage beglückt.

Und nun bin ich hier. Und der erste Monat liegt schon wieder hinter mir. Die Zeit verfliegt, ich möchte gar nicht wissen, wie schnell die drei Jahre nachher vergehen.

Wie es dann richtig losging
Doch ich war nicht die einzige, für die nun ein neuer Lebensabschnitt begann. Jonas, der sich für das Duale Studium entschieden hat, hat am Ende nicht nur den Ausbildungsabschluss Medienkauffmann Digital und Print in der Tasche, sondern auch den Bachelor of Arts in BWL.
Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und wurden die ersten beiden Tage durch alle Abteilungen geführt und jedem Mitarbeiter vorgestellt. Die Namen konnte ich mir natürlich nicht alle merken, aber es ist hilfreich schon einmal die Gesichter dazu gesehen zu haben.
Auch im Druckzentrum haben wir kurz vorbeigeschaut und die großen Maschinen bestaunt. Danach waren wir zusammen zwei Wochen in der Kundenhalle / Media Store. Hier werden Anzeigen jeglicher Art aufgegeben, Chiffre beantragt und abgeholt, KN Shop Artikel verkauft oder Verträge hinsichtlich des Epapers Abonnements abgeschlossen. Wir wurden sofort herzlich aufgenommen und haben gleich das echte Geschehen mitbekommen.
Danach war ich eine Woche im Logistikzentrum, welches sich im selben Gebäude des Druckzentrums befindet. Hier wurde ich ebenfalls in alle Abläufe eingeweiht und ich habe ebenfalls die Zustellgesellschaften und die Marketing Service GmbH besucht.
Die letzte Woche des Monats geht es für mich ins Klassische Verlagsgeschäft Konsumentenmarketing, auf diese Abteilung habe ich mich schon besonders gefreut.

Viele viele neue Eindrücke, aber ich fühlte mich schon gleich wohl und bin gespannt, was die nächste Zeit noch alles Spannendes für mich bereit hält.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Homeoffice als Azubi

Hätte man uns das vor einem Jahr erzählt, wären wir wahrscheinlich in ungläubiges Gelächter verfallen. Wie soll das denn funktionieren? Aber hey hier sind wir, zuhause vor unseren Laptops, mitten in einer weltweiten Krise, in der niemand so richtig weiß, was als nächstes kommt. Corona. Dagegen scheint das Homeoffice als Azubi, wie das Normalste der Welt.

Johannas Uni-Leben

Corona Langeweile? Die kommt bei mir dank der Online Lehre der Hochschule bisher definitiv nicht auf. Mein Wohnzimmer hat sich kurzerhand in meinen ganz persönlichen Hörsaal verwandelt, von wo aus ich den Dozenten täglich per Videokonferenz gespannt zuhöre. Sowohl die Zeiten als auch der Umfang der Online Vorlesungen entsprechen weitgehend denen der Präsenzveranstaltungen. Der wohl größte Unterschied ist dabei mein Outfit. Kaum aufgestanden und noch im Pyjama, da sitze ich auch schon mitten in der Vorlesung. An den täglichen Schlabberlook habe ich mich sehr schnell gewöhnt und besonders am Montagmorgen kommt es mir zu Gute, dass mich wieder Kommilitonen noch Dozenten sehen können.
In der Regel haben nämlich nur die Dozenten ihre Kamera eingeschaltet. Wenn ich eine Frage habe, dann schalte ich kurzerhand mein Mikrofon ein oder schreibe Nachricht in den Chat der Videokonferenz. Außerdem besteht außerhalb der Vorlesungszeit die Möglichkeit die Dozenten über die Plattform der Hochschule zu kontaktieren.
Sowohl Studenten als auch Dozenten haben sich schnell an das neue Onlinformat gewöhnt und das Lernen läuft somit nach wie vor sehr produktiv ab.
Ohne den persönlichen Kontakt gleicht jedoch schnell ein Tag den anderen, weswegen ich es kaum erwarten kann alsbald wieder neben meinen Kommilitonen in der Uni zu sitzen – auch wenn ich dafür den Pyjama gegen öffentlichkeitstaugliche Kleidung tauschen muss.

Alinas Arbeitsalltag

7.45 Uhr, mein Wecker klingelt. Mit einer Tasse Tee gehts ab zur Arbeit, aufs Sofa. Neben mir liegt ein halber Elektromarkt. Mein Handy für Telefonate, das Tablet, um mit meiner Abteilung zu chatten und natürlich mein Laptop.
Ganz ehrlich als es von einen auf den anderen Tag hieß: Ab morgen arbeitest du von zuhause, hab ich mich schon gefragt, wie das funktionieren soll. Bekomme ich einfach Lernaufträge? Kann ich richtig mitarbeiten? Und wie lerne ich dazu? Ich war skeptisch, doch das Team in dem ich arbeite nahm mir schnell jeden Zweifel.
Keine öden Lernaufträge, ich werde wirklich voll und ganz mit eingespannt. Vieles kann ich bereits eigenverantwortlich machen, daher habe ich in jedem Tag eine gewissen Routine und fühle mich nie so als würde ich nur Zeit absitzen. Um aber auch den Lerneffekt möglichst groß zu halten, werden mir auch häufig neue Aufgaben zugeteilt. Ein kurzes Telefonat und ein/zwei Notizen später, weiß ich was zu tun ist. Und bei Fragen oder Komplikationen ist die Lösung immer nur eine Chat Nachricht entfernt. Ich habe das Gefühl durch das Homeoffice gelernt zu haben, solche neue Informationen schneller zu verarbeiten zu können. Meine Pausen kann ich flexibel, je nachdem was gerade zu tun ist, anpassen. Da meine Küche nun quasi mit zu meinen Arbeitsumfeld gehört, fülle ich die Pause gerne damit zu kochen (oder bekocht zu werden hehe).
All in one bin ich vom Homeoffice positiv überrascht. Man arbeitet ganz unbewusst an seinem Zeitmanagement, der Eigenmotivation sowie auch an der Lernfähigkeit. Deswegen Kopf hoch, wenn es auch dich betrifft!

Berufsschule während einer Pandemie

Die Corona-Pandemie beschäftigt seit Monaten die ganze Welt. Diese Krise führte zu vielen Einschränkungen. Natürlich ist auch die Berufsschule davon betroffen.

Beginn des zweiten Schulblocks

Als der zweite Schulblock anfing, freute ich mich bereits meine Mitschüler wieder zu sehen. Doch das dieser Schulblock nicht wie der Letzte wird, war sehr schnell klar. Seit Tagen gab es nur noch ein Thema: Corona. Corona hier, Corona da. Die Lage verschärfte sich von Tag zu Tag mehr und unsere Lehrer vermuteten von Anfang an, dass die Schulen geschlossen werden müssen. Mit diesem Wissen versuchten wir trotzdem das Beste aus den ersten Tagen zu machen. Allerdings gab es am Ende der Woche bereits Gewissheit. Noch in der Schule erfuhren wir, dass alle Schulen in Schleswig- Holstein geschlossen werden müssen. Sofort fragten wir uns alle, wie es weiter gehen soll. Vor allem was die Benotung angeht. Doch die Lehrer versicherten uns, dass wir uns keine Sorgen machen müssen. Somit war der richtige Unterricht nach einer Woche bereits beendet. 

Schule mal anders Teil 1

In der folgenden Woche bekamen wir schnell Auskunft über das weitere Vorgehen. Per Mail erreichte und bald ein Paket mit vielen Aufgaben. Diese sollten den Stoff bis zu den Osterferien wenigstens etwas auffangen. Damit fing learning at home an. Ich bearbeitete Aufgaben zu Themen wie Marketing, Urheberrecht, Unternehmensformen und E-Commerce allein Zuhause.  In Englisch hatten wir dann noch die Aufgabe einen Text zum Thema Zeitung zu verfassen und an unsere Lehrerin zu schicken. Bald standen dann auch die Ferien an. Wir hofften, dass die letzten beiden Blockwochen wieder normal in der Schule stattfinden können. In den Ferien blieb ich dann auch im Homeoffice.

Schule mal anders Teil 2

Wie sagt man so schön, unverhofft kommt oft. Die Schulen blieben auch nach den Ferien geschlossen. Klar ist Schule im Homeoffice schon entspannt. Aber ich fragte mich, wie es jetzt weiter gehen soll. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Wir bekamen erneut ein gut bestücktes Paket mit Aufgaben. Dieses Mal sollten wir in Online und PVPD Aufgaben erledigen und an unsere Lehrer schicken. In Online war das Thema E-Commerce und in PVPD ging es wieder um Marketing. Damit ging learning at home in die zweite Runde. In der zweiten Runde erledigte ich die Aufgaben im Garten. Das Wetter nach den Ferien war sehr schön und so ließ sich die Berufsschule Zuhause sehr gut aushalten. Am Ende des Schulblocks gab es dann sogar ein Zeugnis. Dieser Block war definitiv nicht normal. Aber was war in den letzten Monaten schon normal? Nicht sehr viel. Aber dennoch haben wir alle das Beste draus gemacht und auch das gemeistert. Ich freue mich schon auf meinen dritten Schulblock Ende November. Hoffentlich wieder unter normalen Umständen.

Erster Schulblock

Immer wieder Neues

Kaum war ich aus der Schule raus, war ich auch schon wieder drinnen. Die ersten Monate bei den KN waren sehr ereignisreich und vergingen wie im Flug. So hieß es dann im Oktober für mich: Raus aus dem Betrieb und rein in die Berufsschule!

Auf in die neue Schule!

Bevor der erste Tag anfing, war ich schon etwas nervös, aber auch sehr gespannt auf das was mich erwartet. Für den ersten Tag am RBZ Wirtschaft stand eine kleine Einschulung (ohne Schultüten) auf dem Plan. Anschließend fanden sich die Klassen zusammen. Meine Klasse ist mit 12 Schülern recht klein und ich stellte erleichtert fest, dass ich mich mit meinen Mitschülern gut verstehe. Auch die Lehrer sind locker drauf. So legte sich meine Nervosität und der Start an der neuen Schule fiel mir leichter. Als „Essensliebhaberin“ habe ich mich natürlich auch für die Speisen in der Mensa interessiert. Das Essen schmeckt meistens sehr lecker und es gibt eine Auswahl an verschiedenen Gerichten. Ein richtig schöner Platz zum Schlemmen! 😉

Bedenken schnell vergessen

Ich hatte bereits von den anderen Azubis gehört, was es für Fächer in der Schule gibt. Das sind Englisch, Politik, Allgemeine Wirtschaftslehre, das Verlagsspezifische Fach (PVPD), Online und Rechnungswesen. Bei Rechnungswesen hatte ich so meine Bedenken, da Mathe und ich noch nie wirklich gute Freunde waren. Diese Bedenken legten sich schon nach einigen Stunden und ich kam echt gut mit. Ich fragte mich auch was es für Themen in den anderen Fächern geben wird und ob mir diese liegen werden. Doch nach einiger Zeit merkte ich, dass die meisten Themen, vor allem in PVPD, sehr interessant sind. Natürlich gehören Präsentationen und Klausuren auch zur Berufsschule. Die Blöcke sind recht kurz, weshalb in einer Woche schon mal ein paar mehr Präsentationen und Klausuren anstehen können. Wenn ich ehrlich bin, war Präsentationen halten noch nie meine Lieblingsbeschäftigung, aber in den kleinen Gruppe merkte ich schnell, dass mir das nun sehr viel leichter fällt. Zu den Klausuren: Klar etwas Lernaufwand gehört immer dazu, aber die Klausuren sind trotz der kurzen Zeit sehr gut zu bewältigen.

Drucken, drucken und drucken

Innerhalb der Berufsschulzeit geht es einmalig für zwei Wochen nach Neumünster an die Walther-Lehmkuhl-Schule. Dort werden die unterschiedlichsten Druckverfahren durch Theorie und Praxis beigebracht. Für mich war es sehr hilfreich, dass ich bereits vor dem ersten Block für drei Wochen im Druckzentrum war. So fiel es mir leichter die Druckverfahren zu verstehen.

Mein Fazit

Meine Bedenken, die ich vor dem Beginn meines ersten Schulblocks hatte, haben sich schnell in Luft aufgelöst. In meinem ersten Schulblock habe ich mich in der neuen Schule und Klasse sehr wohlgefühlt. Klar gab es auch mal stressigere Tage, doch im Notfall sind die anderen Azubis immer sehr hilfsbereit und unterstützen einen. Wenn es also für dich in die Berufsschule geht: Bloß keine Panik auf der Titanic! 😉

Tschö mit Ö!

Auslandsprakitkum in Torquay

Sich in internationale Gewässer zu stürzen, um seinen Horizont zu erweitern, ist bei uns ‚Millennials‘ bekanntlich ein heißes Thema. Und so wollte auch ich die Chance nutzen, wertvolle Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Über unsere Berufsschule hatte ich dann das Glück, für ein dreiwöchiges Praktikum an die südenglische Küste zu reisen.

In Nullkommanix nach England
Innerhalb nur einer Woche hatten alle Teilnehmer des Praktikums ihre Bewerbungsunterlagen abgeschickt. Dass das so schnell und schmerzlos ging, haben wir der guten Unterstützung der Lehrkräfte sowie der Entsende-Organisation zu verdanken. Denn das Erasmus+ Programm forderte von uns einiges an Unterlagen.
Ehe man sich versah, standen wir schon als bunt gemischte Gruppe aus neun aufgeregten Schülern am Flughafen. Angekommen in Torquay warteten dann nicht nur die Gasteltern auf uns, sondern auch das sehnsüchtig erwartete Bett. Ich kam mit einem Mädchen aus meiner Klasse in eine Familie und wir waren auf anhieb die perfekten Mitbewohnerinnen. Unsere Gasteltern waren sehr unkomplizierte und witzige Leute, der englische Humor fand in diesem Haus auf jeden Fall sein bestes Beispiel. Ob es eine Situation ohne Ironie und Sarkasmus gab? Ich bezweifle es. Unsere Aufregung war so auf jeden Fall schnell vergessen.

Dora the Explorer…
…am wandern und entdecken. Die Landschaft in Südengland hat mich einfach nur umgehauen. Torquay bietet einen nicht nur Hügel, Palmen und hellblaues Meerwasser sondern auch den sogenannten Coast Path. Dieser führt dich von einer verwunschenen Bucht, durch die grünen Wälder zur nächsten atemberaubenden Klippe, hinauf auf die hohen, schroffen Felsen. Das Wetter spielte da nur noch eine Nebenrolle, auch wenn man zugeben muss, dass wir für England im Herbst enorm viele Sonnenstunden genossen haben. So war es auch kein Wunder, dass ich in meiner Freizeit so oft wie möglich die Schuhe schnürte, um die eine oder andere Tour einzulegen. Unternommen haben wir generell eine Menge. Von einer VR-Arena über eine Tropfsteinhöhle bis zum berüchtigten Bar-hopping, unsere Freizeit genossen wir in vollen Zügen.


Ohne Fleiß kein Preis
Da der Fokus des Praktikums auf der englischen Sprache lag und wir uns Jobs außerhalb unserer Tätigkeiten der Ausbildung wünschen durften, entschied ich mich dafür, etwas komplett anderes zu machen. So erfuhr ich einen Monat vor Abreise, dass mein Platz bei Muddy Paws, einer Mischung aus Hundebetreuung und -friseur sein wird. Mein Gesicht als ich Hundefriseur las, entglitt mir dann ehrlich gesagt doch etwas. Aber wie sagt man so schön: Es kommt immer anders als man denkt. Meine Befürchtungen von Hunden mit pinken Irokesen und exzentrisch Besitzern entsprachen zum Glück einem absoluten Klischee. Viel mehr ging es um die Gesundheit und Pflege der kleinen (und manchmal riesigen) Vierbeiner. Die Arbeit vom Chihuahua Welpen bis zum Husky Opa war ideal, um sich nicht nur mit den Kunden sondern auch mit den liebenswerten Kolleginnen beinahe durchgehend auszutauschen. Seitdem fühle ich mich sehr sicher im Englischen (und bin bereit Hunde Mami zu werden)!

Time to say goodbye
Schneller als gedacht zogen die drei Wochen an uns vorbei. Manch einem fiel der Abschied vom schönen Torquay wirklich schwer. Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, raten die Chance auf derartige Auslandserfahrungen zu nutzen. Sowohl sprachlich als auch persönlich sammelt man enorm viel Selbstbewusstsein. Ganz nebenbei lernt man eine andere Kultur kennen, trifft interessante, neue Leute und für die pragmatischen unter euch, nett im Lebenslauf macht sich der Spaß auch noch.

Berufsmesse

Wir sind KN Zukunftsathleten

Am vergangenen Freitag hat in der Sparkassen Arena in Kiel die Berufsmesse „Zukunftsathleten“ stattgefunden und wir waren mitten im Geschehen. Gemeinsam mit Alina Thun habe ich interessierte Besucher an unserem Firmenstand zu der Ausbildung und dem dualen Studium bei den Kieler Nachrichten beraten. Schaut euch das Video an und erhaltet einen Eindruck von unserem ereignisreichen Messetag!

Ein neuer Anfang

Meine ersten Tage bei den Kieler Nachrichten

Moin! Ich bin Denise Kruse und habe dieses Jahr meine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print begonnen. Als ich vor einem Jahr die Zusage für die Ausbildung bekam, über die ich mich sehr gefreut habe, lag der 1.August 2019 noch in weiter Ferne. Dass es ernst wurde, merkte ich, als ich einen Brief von den Kieler Nachrichten erhielt, welcher meinen Ausbildungsplan für das erste Jahr enthielt. So konnte ich mich schon mal grob auf das einstellen, was mich im ersten Jahr erwarten würde.

Tag 1:

Es dauerte nicht lange und schon klopfte der erste August an die Tür. Zu sagen, dass ich aufgeregt war, wäre eine glatte Untertreibung. Bereits Tage vorher machte ich mir über alles Mögliche Gedanken: Wie komme ich am besten zur Arbeit? Wie sind die Leute? Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Trotzdem freute ich mich auch auf das neue Leben.

Bereits sehr früh war ich bei den Kieler Nachrichten angekommen. Aber wie sagt man so schön: Besser zu früh als zu spät. Der Pförtner begrüßte mich freundlich und gab mir, damit ich mir die Zeit vertreiben konnte, die aktuellste KN zum Lesen.
Kurz nach mir traf die neue duale Studentin Johanna Koblitz ein. Wir unterhielten uns viel und verstanden uns sofort gut. Es war sehr hilfreich sich schon mal auszutauschen. Kurz darauf wurden wir von Alina Thun, die Auszubildende im 2. Lehrjahr und der Personalleiterin empfangen. Alina stellte uns netterweise eine Präsentation vor, durch die wir schon einige Informationen über die Arbeitsabläufe erhielten.

Die beiden ersten Tage sollten als Schnelldurchlauf durch alle Abteilungen dienen. Am ersten Tag wurden wir durch die Abteilungen Personalleitung, Sales und Finanzen geführt. Alina war so lieb uns den ganzen Tag  zu begleiten und uns zu den jeweiligen Abteilungen zu führen. Das war auch nötig bei den ganzen Treppenhäusern. Alleine hätten wir uns wohl nicht zurechtgefunden. Da ich nicht die beste Orientierung habe, fragte ich mich sofort, wie ich mich jemals zurechtfinden soll in so einem großen Gebäude.
Johanna und mir fiel sofort auf, wie nett und herzlich wir von allen Mitarbeitern empfangen wurden. Wir lernten an dem Tag viele Leute kennen und wir stellten uns jedem einzelnen Mitarbeiter der drei Abteilungen vor. Ich befürchtete schon in der kommenden Nacht von meiner eigenen Vorstellung zu träumen. Gleichzeitig fragten Johanna und ich uns, wie wir uns jemals alle Namen merken sollen. Wir sammelten viele interessante Einblicke und Informationen in den Abteilungen. Durch die vielen Eindrücke verging der Tag recht schnell. Jedoch war ich sehr zufrieden und hatte ein sichereres Gefühl als zuvor am Morgen. Ich freute mich auf den nächsten Tag.

Tag 2:

Mit einem guten Gefühl, und sogar ohne Träume von meiner Vorstellung, startete ich in den zweiten Tag. Für diesen erwarteten uns die Abteilungen Vertrieb und Marketing, Redaktion und das Druckzentrum. Wir lernten wieder viele neue Gesichter kennen und bekamen erneut viele interessante Informationen geliefert. In der Redaktion nahmen wir an der täglichen Redaktionskonferenz teil und im Druckzentrum bekamen wir einen guten Einblick hinter die Kulissen und konnten sehen, wie eine Zeitung gedruckt wird. Die Einblicke waren äußerst spannend. Dann stand das Wochenende bereits vor der Tür und wir hatten somit genug Zeit, die ganzen Informationen, Eindrücke, Namen und Treppenhäuser zu verarbeiten.

Die ersten Wochen

Ich war für die ersten drei Wochen in der Abteilung Vertrieb und Marketing eingeteilt. Johanna befand sich in der Abteilung Sales. In beiden Abteilungen wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Meistens befindet man sich für ein paar Wochen in einer Abteilung und durchläuft die verschiedenen Bereiche dieser. Dadurch wird die Ausbildung von Anfang an von viel Abwechslung begleitet. So bleiben auch die Spannung und Neugierde weiterhin bestehen. In meinem Fall war ich zum Beispiel in der ersten Woche in der Marketingkommunikation, in der zweiten in der Kundenhalle und in der dritten in der Logistik.

Fazit

Kaum zu glauben, dass der erste Monat schon rum ist. Johanna und ich stellen fest, dass bei den Kieler Nachrichten ein sehr familiäres und nettes Verhältnis herrscht. Mittlerweile finden wir uns auch gut in den Treppenhäusern zurecht. Ja sogar ich. Und auch mit den Namen kommt man immer besser zurecht.

 

 

Ausbildung geschafft!

Die Ausbildungsbesten des IHK Abschlussjahrganges 2019

Ein Interview mit Johanna – Ausbildungsbeste der Medienkaufleute 2019

Zu einem Abschluss gehört ein Abschlussball. So hatte ich nach dem Abitur einen Abiball und freue mich schon jetzt auf meinen Bachelorball im September, der das offizielle Ende der Studienzeit bedeutet. Doch die bestandene Ausbildung der Medienkaufleute wird nicht mit einem Ball beendet. Umso schöner war es daher für Johanna, auf eine ganz andere und sehr besondere Weise, feierlich die Ausbildung abzuschließen, denn sie darf nun von sich sagen, den Ausbildungsgang als Beste Schleswig-Holsteins bestanden zu haben.

Herzlichen Glückwunsch Johanna!
Hast du mit so einem tollen Ergebnis gerechnet?

Dankeschön. Nein tatsächlich war ich selbst sehr überrascht. Nach der Prüfung war ich mir an einigen Stellen unsicher, aber scheinbar waren die Prüfer sehr zufrieden und deshalb bin ich es nun auch.

Wie lief die Veranstaltung denn ab?

Als die Einladung per Post bei mir ankam, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Am 2. April um 18 Uhr sollte es im IHK Gebäude losgehen. Dort wurden alle Berufsbesten, die mindestens 87% erreicht haben, geehrt. Das waren circa 35 Leute, die jeweils ihre Familienangehörigen und teilweise sogar ihren betrieblichen Ausbilder und Berufsschulklassenlehrer mitgebracht hatten.
Zunächst haben wir dann ein großes Gruppenfoto mit allen geehrten Absolventen gemacht. Dann ging die Veranstaltung im komplett gefüllten Raum los und es wurden verschiedene Reden gehalten. Darunter war zum Beispiel die des IHK-Vorsitzenden, aber auch die einer Berufsbesten.
Anschließend begann der Hauptteil des Abends – die Ehrung. In alphabetischer Reihenfolge wurden die Berufsbesten aufgerufen, erhielten eine schöne kleine Blume, die Urkunde und ein Präsent.

Ist noch etwas anderes passiert?

Ja, es gab noch einen weiteren Programmpunkt. Nach dem man geehrt wurde, wurde noch ein Foto gemacht und jeder musste ein kleines Interview halten.  Zum Glück stehe ich recht weit hinten im Alphabet, sodass ich mir den Ablauf erst einmal genau anschauen konnte und auf das Interview vorbereitet war. 😉

Hatte der Abend auch einen schönen Ausklang? Und wie geht es jetzt weiter?
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Sekt und kleine Schnittchen. So hatte ich die Chance, mit meinen Eltern, meiner Ausbilderin und meinem Klassenlehrer die Berufsschulzeit feierlich abzuschließen.
Und nun beginnt tatsächlich der Arbeitsalltag und ich fange in der Abteilung Vertrieb und Marketing an. Unglaublich wie die Zeit verflogen ist.

Hast du noch mehr Fragen zur Ausbildung?
Dann melde dich gerne bei Johanna oder mir!

Eure Inga

Prüfungsvorbereitungsseminar

Auf nach Königswinter

Dieses Jahr waren Tabea und ich an der Reihe. Gemeinsam durften wir für eine Woche zum Prüfungsvorbereitungskurs nach Königswinter (Ein kleiner Ort bei Bonn) fahren. Im Vorhinein machten wir uns natürlich schon ein paar Gedanken um die Anfahrt und die Unterbringung. Zusammen haben wir uns dazu entschlossen mit der Bahn anzureisen und in einem Doppelzimmer zu übernachten. Voller Vorfreude starteten wir also am Sonntag den, 24.03.19 unsere Reise.

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön!
Leider hatten wir mit unserer Zugverbindung nicht so ein Glück: Als ich mit meinem Koffer im Kieler Hauptbahnhof ankam, erwartete mich Tabea schon ganz hektisch. Der Zug der uns nach Köln fahren sollte, viel an diesem Tag aus. Spontan mussten wir uns eine alternative suchen und sind schnurstracks in einen Regionalzug bis nach Hamburg gestiegen. Ab dort fuhr unser eigentlicher Zug nach Köln und dann bis nach Königswinter weiter. Nach 7 Stunden sind wir endlich im Kleinen aber feinen „Königswinter“ angekommen. Direkt am Rhein lag unsere Unterkunft. Da wir erst spät am Abend angekommen sind und es fußläufig keine Essensmöglichkeiten in der Nähe gab, entschlossen wir uns dazu, den Lieferservice vor Ort auszuprobieren und bestellten uns zwei große Pizzen. Müde vom Tag und satt von Pizza gingen wir früh schlafen, um am nächsten Tag fit für das erste Seminar zu sein.

1. Tag
Am ersten Tag haben wir die anderen Medienkaufleute aus ganz Deutschland kennengelernt und uns untereinander bei einem „Get together“ ausgetauscht. Es war spannend zu sehen, woher die einzelnen Kaufleute kamen, was sie während ihrer Ausbildungszeit erleben durften und in welchen Abteilungen sie eingeteilt sind. Außerdem haben wir die Seminar-Abläufe für die kommenden Tage erfahren. Unsere Dozenten wechselten alle 3-4 Stunden am Tag, damit wir möglichst viele Themengebiete, die wir für die Prüfung benötigen, durcharbeiten und wiederholen konnten. Hier die Themen, die wir in der gesamten Woche bearbeitet haben:

  • Zeitung – Zukunft: Eine Standortbestimmung
  • Der Vertrieb von Massenmedien
  • Verlagsbetriebswirtschaftslehre und Controlling
  • Rechtsfragen im Verlag
  • Das Anzeigengeschäft
  • Grundzüge der Marktforschung und des Marketings
  • Medien im digitalen Markt
  • Der Buchverlag
  • Technische Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften

Freizeit und Essen
Jeden Tag gab es eine Auswahl an leckeren Gerichten. Das Essen war wirklich top und es gab immer einen super leckeren Nachtisch 🙂 Mit voll gehauenen Bäuchen nutzen wir unsere Freizeit um einen Ausflug zur Drachenburg, wo unter anderem schon DSDS oder Bares für Rares gedreht wurde, zu machen. Außerdem besuchten wir Bonn oder gingen am Rhein entlang spazieren.

Schloss Drachenburg
Rheinpromenade in Königswinter
Ausblick vom Schloss

Abschließend können Tabea und ich sagen, dass das Seminar auf jeden Fall die Reise wert war! Mit den Dozenten aus verschieden Verlagen und Medienbranchen haben wir alle Themenbereiche noch einmal aufgefrischt und durch die Unterlagen einen guten Einblick bekommen. Diese werden uns auf jeden Fall für die Lernphase nützlich sein! Am Freitag hieß es dann auf Wiedersehen. Tabeas Weg führte wieder mit dem Zug Richtung Norden. Meiner führte nach Bonn, wo ich das Wochenende nutzte, um meine Verwandten zu besuchen und am Sonntag Holstein Kiel gegen den 1. FC Köln anzufeuern.

Hinter den Kulissen

Unterwegs mit der Sportredaktion

In meiner zweiten Woche des Ausbildungsabschnittes in der Redaktion, hatte ich das Glück drei Tage die Sportredaktion begleiten zu dürfen. Hier nahm mich der für den Holstein Kiel verantwortliche Reporter bei seiner täglichen Arbeit rund um den Heimatverein an die Hand.

Vorbereitungen auf das große Event
Am Mittwoch fand nach einer kurzen Einführung in das Ressort direkt das Highlight statt. Ich durfte abends mit zu dem DFB-Pokalspiel Holstein Kiel gegen FC Augsburg. Gemeinsam mit dem Reporter fuhr ich circa zwei Stunden vor Anpfiff zum Holstein Stadion. Meine Frage warum man jetzt bereits vor Ort sein sollte, erklärte sich mir, sobald wir angetroffen waren von selbst. Es wimmelte nur so von Presse Mitgliedern, die versuchten bereits möglichst viel aufzuschnappen, Vorbericht zu erstatten und sich einzurichten. Auch von den Kieler Nachrichten trafen wir andere Mitarbeiter im Dienst, so dass neben mir noch vier Reporter und ein Fotograf vor Ort waren. Niemals hätte ich gedacht, dass ein einziges Fußballspiel so viele Mitarbeiter von uns in Anspruch nimmt. Sobald die Aufstellung der Teams bekannt gegeben wurde, ging es richtig los. Wir begaben uns auf unsere Plätze. Diese waren extra Presseplätze mit einwandfreien Blick,Tischen und Steckdosen, da manche Reporter livetickern und andere, vor allem bei einem späteren Spiel wie dieses um 18:30 Uhr, bereits anfangen ihre Artikel zu schreiben. Das ist wichtig, damit dieser überhaupt noch in die morgige Zeitung kommt. Schon bevor das Spiel angepfiffen wurde, verfolgten die Reporter aufmerksam das Aufwärmen der Spieler sowie die Stimmung der Fans im Stadion.

DFB-Pokal
Kurz nach 18:30 wurde angepfiffen und das Spiel gegen den FC Augsburg um die nächste Runde startete. Jedes noch so kleine Detail wurde wahrgenommen und aufgeschrieben. Geredet wurde jetzt nur noch selten. Nachdem das Spiel vorbei war und der Holstein Kiel leider verloren hatte, mussten wir uns beeilen, um möglichst schnell in die sogenannte Mixed Zone zu gelangen. Hier werden nicht nur die Interviews der Fernsehsender geführt, sondern es stehen auch hinter einer Bande die Reporter, die die Spieler heranwinken. Fleißig wurden Fragen gestellt und Stimmen eingesammelt. Ich war beeindruckt, wie schnelllebig das Ganze war. Ein Reporter hat jemanden eine Frage gestellt und genau in dem Moment standen noch etliche weitere daneben, die mitschreiben wollten. Wer sich hier im Hintergrund hält hat verloren. Direkt im Anschluss fand dann die Pressekonferenz mit dem Pressesprecher des KSV und den Trainern von Kiel und Augsburg statt. Hier bestand die Möglichkeit Fragen zum Ausgang des Spieles zu stellen und deren Standpunkt dazu anzuhören. Danach begann die Endphase des Schreibens. Texte wurden zu Ende gebracht, korrigiert und kontrolliert und das alles noch im Stadion, damit der Leser am morgen auf dem aktuellsten Stand sein kann. Am Ende konnte man sich dann noch als kleines Goodie mit Nahrung verpflegen aber wir entschieden uns dann doch etwas durchgefroren für den Heimweg. Das war definitiv ein echtes Highlight meiner Ausbildung, ich bin noch immer von den Eindrücken dieses Blickes hinter die Kulissen beeindruckt.

Dem Regen trotzen
Doch auch der Donnerstag war alles andere als ein gewöhnlicher Arbeitstag für mich. Anstatt wie gewohnt meinen Tag im Verlag mit der Redaktionskonferenz zu beginnen, ging es direkt zum morgendlichen Training des Holstein Kiels. Hier stand hinter, die aktuelle Stimmung des Vereins und vor allem der Spieler nach der Niederlage zu erfassen sowie zu beobachten, wer wie trainiert. Trotz absolut regnerischen, kalten Wetters war auch das ein spannendes Erlebnis. Denn auf einmal kamen einen die Spieler wie ganz normale Jungs beim Training vor und ganz und gar nicht mehr so unnahbar wie im Stadion.

Abschlussausflug
Mein leider letzter Tag in der Sportredaktion begann, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls mit einem Ausflug. Dieses Mal ging es zur Pressekonferenz des Holstein Kiels für den kommenden Spieltag. Gemeinsam mit diversen Radiosendern und Reportern setzten wir uns mit der Pressesprecherin, dem Trainer sowie einen vom Verein ausgewählten Spieler an den Tisch. Die Atmosphäre war deutlich lockerer als man es erwartet. Nach einer kurzen Reflektion des vergangenen Pokalspiels begannen die Fragen zu dem Ligaspiel am kommenden Sonntag. Interessant waren hier die Zahlen des Kartenverkaufs, die Besetzung, Verletzungen sowie die Angehensweise und Motivation des Teams.

Fazit
Ich bin von den ganzen Eindrücken ein wenig überwältigt und fasziniert, wie viel mehr hinter einem Sportartikel steckt, als man als normaler Leser vermutet. Außerdem bin ich dem Team des Sportes sowie vor allem dem Reporter dankbar für die nette Aufnahme und diese Einblicke!