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Zwischenprüfung

Halbzeit der Ausbildung

Wie schnell doch die Zeit vergeht … Genau das dachte ich mir, als ich vor knapp 2 Monaten zur IHK-Zwischenprüfung antreten musste. Als ich die Einladung dazu erhalten habe, war mein allererster Gedanke „Was? Jetzt schon Zwischenprüfung?“. Natürlich kommt es mir nicht so vor, als wäre ich erst seit gestern in der Ausbildung bei den KN. Zu diesem Zeitpunkt ist mir aber zum ersten Mal richtig bewusst geworden, dass die Ausbildungszeit bisher wie im Flug vergangen ist und was ich in meiner Ausbildung schon alles gelernt und erlebt habe.

Vorbereitung
Zunächst wusste ich überhaupt nicht, inwiefern ich mich auf die Zwischenprüfung vorbereiten sollte, weil ich im Vorfeld mal irgendwo gehört hatte, dass sämtlicher Stoff aus allen 6 Schulblöcken, also der gesamten Ausbildungszeit, abgefragt werden könnte. Zum Zeitpunkt der Prüfung hatte ich aber gerade erst den dritten Block hinter mir. Zu meinem Glück habe ich vom Betrieb aber 3 alte Zwischenprüfungen aus den vergangenen Jahren bekommen, mit denen ich dann gut üben konnte. Das war eine große Hilfe für mich, weil ich mir dadurch schon mal ein Bild von den Aufgabenstellungen machen konnte und zusätzlich schauen konnte, auf welchem Wissensstand ich bin. Zusätzlich habe ich mir noch vereinzelt ein paar Lernzettel, die ich mir bis dahin für Klausuren in der Berufsschule gemacht habe, angeschaut, um mich besser vorbereitet zu fühlen. Wenn es auf der Arbeit mal ein bisschen ruhiger war, durfte ich mich sogar dann ein bisschen für die Prüfung vorbereiten.

Prüfungstag
Die Zwischenprüfung wurde bei uns in der Berufsschule von der IHK abgenommen. Prüfungsbeginn war um 11 Uhr und wir sollten uns 10 Minuten eher vor dem entsprechenden Raum einfinden. Ich bin überhaupt kein Prüfungsmensch – daher war ich ganz froh, als ich auf dem Weg zur Schule merkte, dass ich gar nicht wirklich aufgeregt war. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich die Zwischenprüfung mit Hinblick auf die Abschlussprüfung als Chance gesehen habe, schon einmal zu wissen, wie eine Prüfung von der IHK abläuft und wie sie so aufgebaut ist. Außerdem war es beruhigend zu wissen, dass die Zwischenprüfung nicht mit in die Abschlussnote einfließt. Sie soll dem Ausbilder und dem Azubi nämlich eigentlich nur den aktuellen Leistungsstand zeigen. Da man nicht durchfallen kann, gab es somit auch keinen Grund zur Panik.

Als ich rechtzeitig am Prüfungsraum ankam, hatte sich meine Klasse bereits dort versammelt. Wie bei jeder anderen Klausur kamen dann natürlich typische Fragen wie z.B. „Habt ihr viel gemacht?“ oder „Habt ihr euch irgendwie vorbereitet?“ auf. Kurz darauf begrüßte uns auch schon die Prüferin von der IHK und erklärte uns kurz, wie wir unsere Antworten auf dem Lösungsbogen eintragen sollten und prüfte kurz die Anwesenheit. Dann ging es auch schon los. 50 Aufgaben in 2 Stunden galt es zu bearbeiten. Bei den Aufgaben handelte es sich zwar „nur“ um Multiple Choice und Rechnen, aber da man die Aufgaben sehr genau lesen muss, habe ich auch die vollen 2 Stunden Zeit gebraucht.

Vor ein paar Wochen habe ich mein Ergebnis von der IHK erhalten und bin zum Glück ganz zufrieden, wie es gelaufen ist 🙂

WAK – Wie ist es?

Was macht man eigentlich in der Wirtschaftsakademie?

Nach fünf Monaten im Betrieb ging es für mich im Januar mit dem ersten Semester an der Wirtschaftsakademie los. Denn dort findet das BWL Studium – und somit der Theorieteil des dualen Studiums – statt und auch Du sollst mit diesem Blog-Eintrag einen Eindruck davon bekommen.

Aller Anfang…
Als ich am ersten Morgen zu der Einführungsveranstaltung in die Aula der Wirtschaftsakademie kam, habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht die Einzige bin, die aufgeregt ist. Schließlich sollte man viele neue Leute und den Ort, an dem man die nächsten drei Jahre studieren wird, kennenlernen. Die meisten Leute kannten sich noch nicht und natürlich wusste auch niemand genau, mit welchen der vielen Leute in der Aula man in einem Kurs sein würde. Ich hatte Glück und kam in den gleichen Kurs wie eine Freundin von mir. Da wir durch unsere Ausbildung beide den Schwerpunkt Dienstleistung haben, war das zwar keine Überraschung, aber so hatten wir von Anfang an ein gutes Gefühl und konnten zusammen den neuen Lebensabschnitt beginnen.

Alltag
Unser leichtes Gefühl der Unsicherheit hat sich innerhalb weniger Tage gelegt, sodass innerhalb des Kurses schnell eine Gemeinschaft entstanden ist. Auch an die Tagesabläufe, die Dozenten und die Vorlesungen hat man sich schnell gewöhnt, denn die sind dem Unterricht in der Schule deutlich ähnlicher als einer Vorlesung in riesigen Hörsälen einer staatlichen Universität.
Schon vor unserem ersten Tag haben wir einen festen Stundenplan bekommen, wobei dieser in den ersten Semestern nur Pflichtmodule beinhaltet. Im ersten Semester wurden dabei neben dem Kernstudienfach BWL auch die Module Rechnungswesen, Projektmanagement, Mathematik und Wissenschaftliches Arbeiten sowie mein branchenspezifisches Modul Dienstleistungsmanagement unterrichtet. Natürlich habe ich schnell festgestellt, dass mir einzelne Module vielleicht besser liegen, als andere, aber das ist wohl ganz normal. Letztendlich wusste ich ja auch, dass ein Modul nur zehn Wochen unterrichtet wird und man nach der Prüfung einen Haken dahinter machen kann.

Das Ende eines Semesters
So verging das erste Semester wie im Fluge und die Theoriephase neigte sich dem Ende zu. Unser Kurs hat sich auch außerhalb der Vorlesungen super verstanden, sodass wir nicht nur die tägliche Mittagspause, sondern auch die Nachmittage und Abende oft gemeinsam im Studentenwohnheim oder in Cafés verbracht haben. Das hat sich auch nicht geändert, als plötzlich alle feststellten, dass sich die Prüfungen nicht von alleine schreiben und wir alle etwas tun sollten. Aus der Schule kannte ich keine Lerngruppen und habe mir alles selbst beigebracht, doch im Studium habe ich das gemeinsame Arbeiten schnell schätzen gelernt: Jeder aus der Gruppe hat individuelle Lernzettel geschrieben und beim Vergleichen haben wir gemeinsam darüber nachgedacht, was bei dem Einen fehlt und bei dem Anderen eventuell überflüssig ist. Durch die Wiederholung hat man dabei direkt gelernt und die zugegebenermaßen sehr anstrengende Prüfungswoche, in der alle Module durch eine schriftliche Prüfung abgeschlossen werden, war gar nicht mehr so schlimm wie erwartet.

Fazit
Mittlerweile bin ich schon ein Jahr im Betrieb und habe mit dem Ende meines ersten Ausbildungsjahres auch zwei Semester an der WAK absolviert, die trotz vieler Anstrengungen sehr viel Spaß gemacht gehaben. Das schöne am dualen Studium ist dabei vor allem die Abwechslung zwischen der Arbeit im Verlag und den Theoriephasen an der Wirtschaftsakademie. So kann ich mich jetzt schon auf mein drittes Semester freuen, das im September mit neuen Modulen und neuen Herausforderungen beginnt, die vielleicht auch Du bald erleben wirst!

Azubis on Tour

Prüfungsvorbereitungsseminar in Königswinter

Christine und Ich sind seit einem halben Jahr im zweiten Lehrjahr unserer Ausbildung angekommen, die Zwischenprüfung ist überstanden … zwischen uns und unserer Abschlussprüfung liegen nur noch 6 Monate.
Nun gilt: unsere Lernzettel auf Vordermann bringen, alte Prüfungen herauskramen und mit dem Lernen für das „Grande Finale“ beginnen.

Aber wo soll man da anfangen und wo aufhören?

Als Unterstützung bei den Lernvorbereitungen werden wir Azubis im Endspurt unserer Ausbildung üblicherweise auf das Prüfungsseminar in Königswinter geschickt. In Form eines fünftägigen Kurses wird Medienkaufleuten hier der prüfungsrelevante Stoff aus den Themengebieten Verlagsmarketing und Betriebswirtschaftslehre zusammengefasst vorgetragen. Für uns ist das eine riesige Unterstützung beim Verschaffen eines Überblicks über den recht umfangreichen Lernstoff. Und ganz nebenbei stellt die Woche auch eine willkommene Abwechslung vom Arbeitsalltag dar.

Damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, wie so eine Seminarwoche für uns verläuft, hier einmal der Ablauf unseres kleinen „Betriebsausfluges“:

Sonntag, 12.03.2017
12:33 Uhr – Los geht’s!
Mit Reisekoffer, Lunchpaket und Zeitschriften für die 7-stündige Fahrt gerüstet steigen wir in den Zug in Richtung Köln. Aufregend!

17:30 Uhr – Ahoi Köln
Spätestens hier vom Reisefieber gepackt müssen „Kölner-Dom-Selfies“ und Snapchatfilter her.

19:00 Uhr- Endlich angekommen
Leider ist es schon dunkel…also können wir nur noch Auspacken, die Unterkunft erkunden, ein bisschen Fernsehen und uns von der Reise erholen.

Montag, 13.03.2017 – Tag 1
Zum Frühstück gibt es Kaffee, frische Brötchen und Obst … satt lernt es sich viel besser. Die über 40 anderen Azubis sind alle sehr nett. Die beliebtesten Gesprächsthemen: Zeitung, der Bachelor und „was gibt es heute eigentlich für Kuchen?“

Dienstag, 14.03.2017 – Tag 2
Die Sonne scheint, einige Vorträge sind unterhaltsam, andere eher trocken. Insgesamt ist es aber ein guter Mix. Die Folien der Power Point Präsentationen erhalten wir vor jedem Vortrag ausgeteilt, samt Prüfungsfragen und Lösungen. Es gibt zweimal warmes Essen und täglich eine Kuchenpause! Für Nervennahrung ist also gesorgt.

Mittwoch, 15.03.2017 – Tag 3
So langsam weiß man nicht mehr, wohin mit dem ganzen Gelernten, sowohl der Kopf als auch der Ordner füllt und füllt sich. Jeden Tag 8 Stunden lang Vorträge hören… das ist gar nicht ohne. Die Vorträge zu den Themen Vertrieb in Medienunternehmen und Verlagsbetriebswirtschaftslehre fanden wir besonders hilfreich!

Donnerstag, 16.03.2017 – Tag 4
Die letzten Tage lautete unser Abendprogramm „Bett, Lesen, Schlafen!“ Heute haben wir mal spontan Musical Tickets für „the Bodyquard“ in Köln gekauft. Die große Überraschung vor Ort: statt unserer (verhältnismäßig günstig) gebuchten, getrennten Plätze in der letzten Reihe, erwarten uns zwei zusammenliegende Plätze in der DRITTEN Reihe!! Wir können unser Glück kaum fassen und sind voll aus dem Häuschen. Das Musical ist großartig!

Freitag, 17.03.2017 – Abreisetag
Letzter Tag = Schontag? Nix da … auch heute gibt es nochmal ordentlich Lernstoff mit auf den Weg. Nach 5 Tagen qualmt der Kopf. Und um 16:00 Uhr sitzen wir dann auch schon im Zug Richtung Heimat … Die Woche ging schnell rum. Die Freude auf Kiel und das eigene Bett ist groß.

Die Prüfungsvorbereitungswoche fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern eher wie ein schöner Ausflug in den Süden. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man täglich eine riesige Menge Input bekommen hat und gefühlt non-stop mitdenken musste.

Das war schon irgendwie anstrengend, aber es hat gleichzeitig auch Spaß gemacht und sich wirklich gelohnt. Denn wir fühlen uns jetzt auf alle Fälle viel besser für den kommenden Lernmarathon gerüstet.

Die Abschlussprüfung

Endlich fertig sein

Das ist nur einer von vielen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man kurz vor seiner Abschlussprüfung steht. Bei vielen anderen Azubis kommt noch die Angst vor der Zukunft hinzu – Was machen, wenn einen die Firma nicht übernimmt?

Diese Frage musste ich mir glücklicherweise nicht stellen, da ich bereits ein paar Monate vorher einen Vertrag bei den KN unterschreiben konnte und durfte. Selbstverständlich ist dies heutzutage nicht mehr, aber die KN ist uns als Azubis immer sehr loyal eingestellt und sichert einem nach der Ausbildung ein halbes Jahr einen Vertrag zu. Man bekommt somit nicht nur mindestens ein halbes Jahr einen Vertrag, sondern auch das Gefühl von Sicherheit.

Die Vorbereitung
Karteikarten? Lernen mit den Zetteln vom Lehrer? Eigene Lernzettel? Gott sei Dank habe ich mir schon während meiner Schulblöcke ordentliche Lernzettel erstellt. Somit musste ich nicht zwei Wochen vorher mit Hochdruck noch Lernzettel erstellen. Ich konnte mich dann wirklich voll und ganz aufs Lernen konzentrieren. Und das habe ich dann auch getan – gelesen, mit mir selbst gesprochen, Videos zu dem Thema angeguckt, Präsentationen von mir an mich selbst. Jeder lernt natürlich anders, aber für mich hat das so am besten funktioniert.

Die schriftliche Prüfung
Der Puls geht nach oben, der Umschlag mit der Prüfung wird vor einem hingelegt. Die Nervosität steigt. Habe ich genug gelernt? Habe ich irgendein Thema vergessen? Schnell nochmal im Kopf das Thema durchgehen, wo man meint sich auf jeden Fall dran erinnern zu müssen. Einen Blick in die Runde werfen – alle sehen nicht so richtig glücklich und freudig aus jetzt ihre Prüfung schreiben zu können.
Die Prüferin sagt, wir dürfen unseren Umschlag öffnen und beginnen. Rascheln von Papier ist zu hören und danach widme ich meine gesamte Konzentration meinem Heft voller Fragen. Aber ich muss sagen, so schlimm war es dann doch nicht, wie ich es erwartet hatte. Nachdem ich den ersten Aufgabenteil beendet hatte und sogar zufrieden mit meinen Antworten war, kam die Ruhe und die Prüfung war schon so gut wie beendet.

Die mündliche Prüfung
Part II – Fast fertig, aber auch immer noch nicht ganz. Eigentlich hat man jetzt das gleiche Gefühl wie vor der schriftlichen Prüfung. Habe ich genug gelernt? Bin ich gut genug vorbereitet? Aber jetzt kommen noch weitere Fragen hinzu. Sind meine Prüfer nett? Wer prüft mich überhaupt? Welches Thema wähle ich? Fragen über Fragen. Das Gefühlschaos und die Nervosität waren schon wieder vorprogrammiert.
Nun sitze ich also bei der IHK vor dem Raum Nordsee und warte, dass meine Prüfung anfängt. Natürlich bin ich viel zu früh da, heißt: ein anderer Prüfling ist noch im Raum und ich muss nun warten bis es 11.00 Uhr ist und ich anfangen kann.
11.00 Uhr. Die Prüfung beginnt, beziehungsweise meine Vorbereitungszeit. Ich bekommen zwei Prüfungsaufgaben vorgelegt und muss mich für eine entscheiden. Ich wähle die Anzeigenaufgabe, die zwar länger ist, aber mir dafür mehr Informationen bietet, über die ich reden kann. Meine Prüferin sagt nur: „Ach, die Anzeigenaufgabe wollen sie nehmen. Naja gut.“ Und ich denke mir: „Oh Gott – was meint sie damit? War die Entscheidung falsch?“ Aber entschieden ist entschieden, also bereite ich mich vor.
Danach läuft die Prüfung eigentlich ganz gut – klar es gibt Fragen, die einen zum Stolpern bringen und einige, bei denen man noch nicht mal nachdenken muss, um die Antwort zu kennen.
Aber am Ende komme ich raus und kann es sagen: Ich bin eine geprüfte Medienkauffrau Digital und Print. ENDLICH!

Fazit
Ob nun Medienkauffrau, Bürokaufmann, oder ein anderer Ausbildungsberuf. Wir gehen alle durch unsere Hochs und Tiefs in der Ausbildung und am Ende haben wir doch alle nur ein Ziel: Endlich das Zeugnis in der Hand halten. Also für mich war die Ausbildungszeit sehr schön, klar manchmal anstrengend und manchmal musste man Themen bearbeiten, die einem nicht liegen oder keinen Spaß machen, aber grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mit meiner Ausbildung bei den KN sehr zufrieden war. Ich durfte in meinen 2 ½ Jahren als Azubi viel lernen und erleben. Dennoch war ich sehr glücklich, als ich endlich fertig war, denn irgendwann möchte man nicht mehr Azubi sein, sondern auch ein „richtiger Mitarbeiter“, der seinen festen Aufgabenbereich hat und weiß, zu welchem Team er gehört.
Also an alle zukünftigen Prüflinge: Macht euch keine Sorgen über eure Abschlussprüfung. Ihr packt das. Es ist nicht so schwer, wie man immer glaubt. Und am Ende gibt es dann endlich ein volles Gehalt! YES!!!!