Schlagwort-Archive: Ausbildung

Mein erster Eindruck

Hallo,

bevor es für mich hier überhaupt losgeht, eine kurze Vorstellung meinerseits. Ich bin Lina, 19 Jahre alt und habe am 01.08.2018 das Duale Studium bei den Kieler Nachrichten begonnen. Es ist also schon über einen Monat her, dass ich hier begonnen habe. Zeit euch von meinem ersten Eindruck zu erzählen.

01. August
Je näher der 1. August rückte, desto stärker wurde die Aufregung und umso mehr Gedanken machte ich mir. Was ziehe ich an? Was sage ich zur Begrüßung? Wie sind wohl die anderen Azubis? Und und und…dennoch versuchte ich ruhig zu bleiben und es „einfach“ auf mich zukommen zu lassen.

Dann war es soweit…
Die ersten zwei Tage liefen wie folgt ab: zunächst lernte ich meine Mitauszubildende Alina Thun kennen. Wir verstanden uns auf anhieb prima und es beruhigte mich, dass sie mindestens genauso aufgeregt wie ich zu sein schien. Wir verbrachten bis zu je zwei Stunden in den jeweiligen Abteilungen, wurden vorgestellt – wobei die Namen „Alina“ und „Lina“ schon für erste Verwirrungen sorgten 😊 – und bekamen sehr viele Informationen. Am Ende der zwei Tage, waren wir einfach nur erschöpft. Mit so vielen Gesichtern, Namen und Informationen hatten wir nicht gerechnet.

Auf die Plätze…fertig…los!
Der Startschuss war gefallen und ich konnte mit der Ausbildung richtig loslegen! Ich startete in der Abteilung Vertrieb & Marketing. Ich wurde sofort mit ins Geschehen eingebunden, bekam meine eigenen Aufgaben und durfte diese eigenständig bearbeiten. Die zweite Woche verbrachte ich in der Kundenhalle. Ich war überrascht, wie vielseitig meine Zeit dort war – von der Nordbriefmarke über ein Buch bis hin zum iPad ist alles vertreten. Beeindruckend war aber auch, wie schnell man sich auf die verschiedensten Situationen, Persönlichkeiten und Emotionen einstellen musste.
In der dritten Woche war ich in der Logistik im Druckzentrum. Auch dort wurde ich herzlich aufgenommen und gut ins Geschehen mit eingebunden. Ich bekam einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Aufgaben und habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Mein Fazit
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht bin wie vielseitig die Ausbildung ist. Man lernt nahezu täglich etwas Neues kennen. Es wird sich viel Zeit für einen genommen und man fühlt sich überall sehr willkommen.
Auch der Zusammenhalt der Azubis ist super, sie stehen einem immer bei Fragen und Sorgen zur Seite, was einem meiner Meinung nach gerade als „Neuling“ sehr hilft.

Der Tag der Tage

Meine Vorbereitungen für den ersten Tag

Veränderungen, sie holen uns ständig ein und manchmal schneller als erwartet. So erging es mir als ich realisierte, dass ich in weniger als einer Woche meine Ausbildung bei den Kieler Nachrichten beginnen werde. Das Jahr zwischen meinem Abitur und der Ausbildung zur Medienkauffrau Digital & Print schien wie im Flug vorbei gegangen zu sein, und nun spürte ich nicht nur die Vorfreude auf das Neue, sondern ebenfalls die Aufregung auf das Unbekannte. Im Folgenden erzähle ich euch, wie ich versucht habe mich bestmöglich auf den ersten Tag vorzubereiten.

Hallo Aufregung
Noch eine Woche vor Beginn der Ausbildung war ich merkwürdigerweise gar nicht aufgeregt und genoss einfach meine freie Zeit mit möglichst vielen Unternehmungen sowie ganz viel ausschlafen. Erst zwei Tage vorher spürte ich, dass es ernst wird. „Noch in dieser Woche würde ich ausziehen und meine Ausbildung bei den Kieler Nachrichten starten.“ Um meine plötzlich doch sehr präsente Aufregung irgendwie los zu werden, redete ich eine ganze Menge mit meinen Freunden über ihre Erfahrungen und bat jene um Rat, die bereits eine Ausbildung begonnen hatten. Wie lief es bei ihnen ab? Was nimmt man mit? Und was zieht man bitte an? Fragen über Fragen häuften sich. Ich bin mir sicher, dass ich zu dieser Zeit der ein oder anderen Person gut auf die Nerven ging. Da die meisten aber ausschließlich positives über die ersten Tage in ihrer Ausbildung zu berichten hatten, versuchte ich mir so gut es ging nicht mehr einen Kopf darüber zu machen, was alles schief gehen könnte. Die Kleiderwahl gestaltete sich da schon schwieriger, geendet hat es dann typisch Mädchen damit, dass mich nichts aus meinem Kleiderschrank zufrieden stellte und ich panisch noch einen Tag vor dem Beginn der Ausbildung ein neues Outfit shoppen „musste“. Natürlich wollte ich aber nicht nur mit passender Kleidung überzeugen, sondern auch mit dem passenden Vorwissen. Dafür habe ich meine Notizen vom Vorstellungsgespräch wieder ausgegraben, den Azubi Blog gefühlt tausendmal gelesen und versucht mir wenigstens schon einmal das Wesentliche zu merken.

Erste Kontakte
Zum Zeitpunkt des Beginns der Ausbildung wohnte ich noch drei Tage zuhause bei meinen Eltern circa 50km entfernt von Kiel. Somit war wichtig zu klären, wie ich überhaupt zur Arbeit komme und vor Allem, wo in Kiel man den ganzen Tag parken kann, denn wenn ich eines über Kiel bereits erfahren hatte, dann war es, dass die Parkplatzsituation doch recht bescheiden ist. Da ich die Tage auch mitten in der Umzugsplanung war und die mich ehrlich gesagt genug auf Trab hielt, wollte ich nicht noch x-verschiedene Varianten des Pendels raussuchen. Also entschloss ich mich Inga, die duale Studentin aus dem dritten Lehrjahr, anzuschreiben und fragte, ob sie einen Rat für mich hätte  (Die E-Mail Adresse habe ich über den Azubi Blog gefunden). Zum Glück konnte sie mir helfen und mir blieb nicht nur viel Stress erspart sondern ihre liebe Art steigerte auch meine Neugier, die anderen Azubis endlich kennenzulernen.

Die letzten Stunden
Am Abend vorher war ich dann ehrlich gesagt, abgesehen von der Panik den Wecker zu überhören, gar nicht mehr aufgeregt. Ich fühlte mich genügend vorbereitet für diese Veränderung und die Vorfreude auf das Neue rückte in den Vordergrund.

Die neuen Azubis sind da

Vorfreude ist die schönste Freude

Für das Ausbildungsjahr 2018 haben es wieder zwei Mädels durch das Bewerbungsverfahren geschafft. Lina Südel und Alina Thun sind seit dem 01.08.2018 die beiden neuen Azubis der Kieler Nachrichten und machen die Ausbildung bzw. das duale Studium zur Medienkauffrau Digital und Print. Wir „alten Hasen“ waren wieder super gespannt, wer uns im August in der Eingangshalle erwarten würde und Mitglied der KN-Familie wird.
Umso schöner, dass ich zu dieser Zeit in der Personalabteilung eingeteilt war und somit bei den Vorbereitungen und den Einführungstagen mithelfen durfte…

Klappe die Zweite
Wie oben schon erwähnt, kam ich Ende Juni bis Mitte August in die Personalabteilung und hatte das gleiche Glück (wie Christine im letzten Jahr), mich um die
Azubi-Pläne und die Einführungstage der neuen „Sprösslinge“ kümmern zu dürfen. Ich habe mit den Ausbildungsplänen für uns sechs Azubis angefangen. Dafür musste ich die Blockzeiten von der DHSH und des RBZ, Prüfungen, Urlaub (soweit schon geplant), Seminare etc. beachten und schauen, dass alle Azubis die Abteilungen regelmäßig wechseln und möglichst nicht zur selben Zeit in die Gleiche eingeteilt werden. Für den Plan habe ich ungefähr 1 ½ Wochen gebraucht, denn schon ein klitzekleiner Fehler hätte das ganze „System“ durcheinandergebracht. Anschließend erhielt ich den Auftrag, die PowerPoint Präsentation für den ersten Einführungstag zu bearbeiten und wurde gefragt, ob ich diese auch vor den beiden Auszubildenden vortragen würde. Außerdem aktualisierte ich das Auszubildendeninformationsblatt, den Gebäudeplan, suchte die Anfahrt für das Druckzentrum heraus, kümmerte mich um die Raumreservierung und machte mir immer wieder Notizen mit Dingen, an die noch gedacht werden müssen. Kurz gesagt: Ich durfte die Mentorin für die ersten Tage und gleichzeitig die Ansprechpartnerin bei Fragen und Bemerkungen rund um die KN sein. 🙂

Die ersten Tage
Schließlich war es soweit. Der 01.08.2018 stand vor der Tür.
Gemeinsam begrüßten wir Alina und Lina und führten beide in den Schulungsraum, gleich neben dem Pförtner. Nach einer kurzen Erklärung wie die KN mit Madsack und der Segeberger Zeitung in Verbindung steht, was Offset bedeutet und wo die Standorte der KN-Zweigstellen sind, fing ich mit der PowerPoint Präsentation an. Diese beinhaltete wichtige Punkte wie die Arbeitszeiten, Ansprechpartner der jeweiligen Abteilungen, Krankheitsfälle, Berufsschule/Uni sowie allgemeine Informationen zu den Kieler Nachrichten. Nachdem alle Fragen vorerst geklärt wurden, führte ich die beiden in die Abteilungen: Personal, Finanzen/Controlling und in die Redaktion. Am zweitem Tag lernten sie die Technik, Vertrieb/Marketing und Sales kennen. In allen Abteilungen warteten die Kolleginnen und Kollegen schon neugierig und gespannt auf die neuen Azubis.

Erschöpft von der Aufregung, den vielen Informationen und den Gesichtern, neigten sich die ersten beiden Tage dem Ende zu. Ich versprach den beiden, sie am nächsten Tag am Empfang abzuholen, damit sie sich nicht gleich in dem riesigem Verlagsgebäude und den vielen Treppenhäusern verlaufen würden…

 

Kieler Woche 2018

KN Medienlounge in Schilksee

Den Juni über hatte ich das Glück im Vertrieb/Marketing sein zu dürfen und konnte so bei der Planung der Kieler Woche mithelfen.

 

An die Schiffchen, fertig, los!
Nachdem ich weitere Informationen zum Ablauf der Kieler Nachrichten auf der Kieler Woche erhielt, bekam ich Aufgaben, die ich selbstständig bearbeiten durfte. Beispielsweise gab es zum Zeitpunkt der Kieler Woche ein Gewinnspiel, bei dem man kleine Schiffchen aus Zeitungspapier basteln konnte und damit die Chance hatte ein iPad Pro mit unserem e-Paper zu gewinnen. Um die Planung und die Beschaffung der Materialen, wie z.B. die Bestellung der Teilnehmerkarten, Fischernetze/Reußen, Bastelanleitungen, Eigenanzeigen etc. durfte ich mich kümmern. Schön war, dass ich zum Zeitpunkt des Gewinnspiels zusätzlich für eine Woche in der Kundenhalle eingeteilt war und die tolle Beteiligung des Gewinnspiels mitverfolgen durfte.

Wenige Tage später kam eine Kollegin aus dem Marketing auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte, Sie für zwei Tage in der KN Medienlounge in Schilksee zu unterstützen. Diese Chance lies ich mir natürlich nicht entgehen und stimmte sofort zu.

Arbeiten am Strand
Früh morgens machte ich mich mit dem Bus auf den Weg nach Schilksee zum Olympiazentrum. Angekommen wehte mir bereits die frische Meeresluft entgegen und die ersten Sonnenstrahlen erwärmten mein Gesicht. Surfer bereiteten Ihre Boote vor und Buden machten sich für den Ansturm am Mittag bereit. „Was ein wunderbarer Tag, was ein wunderbarer Ort zum Arbeiten“, dachte ich mir. Angekommen in der Medienlounge begrüßten mich meine Arbeitskollegin und die Promoter herzlich. Zuerst wurde ich etwas herumgeführt und eingewiesen. Unklarheiten wurden beseitigt und mir wurde der Ablauf für die kommenden Tage erzählt. Auf dem heutigen Plan stand das Abonnenten Frühstück um 10:00 Uhr und Nachmittags ein Talk mit der Sängerin Namika sowie ein Songwriting mit dem Künstler Florian Bunke. Zwischendurch wurde sich um den Auf- und Abbau der einzelnen Aktionen und Talks gekümmert, Regionale- und Kieler Woche Artikel wurden fleißig verkauft und die Fragen der Kunden stets beantwortet.

Schließlich war es 10:00 Uhr und die ersten Abonnenten erschienen zum gemeinsamen Frühstuck in die Lounge. Zusammen wurde lecker geschlemmt und über die ein oder anderen Themen gequatscht. Es war ein sehr nettes miteinander und alle lernten sich – egal ob das Team oder die Abonnenten, etwas besser kennen.

Am Nachmittag bauten wir für den Talk mit Namika die Anlagen und die Sitzgelegenheiten auf. Außerdem stellten wir alles für das Songwriting bereit. Es war super interessant zu sehen, was alles zu dem Ablauf dazugehört und an was alles gedacht werden muss.

Zum Abschluss kann ich sagen, dass es zwei wirklich sehr spannende Tage waren, mit ganz viel Freude und neuen Erfahrungen.

Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe und mit nach Schilksee fahren durfte. Denn was gibt es schöneres, auch mal außerhalb des eigentlichen Arbeitsplatzes arbeiten zu dürfen? 😊

 

Adé Azubi-Dasein

Die Ausbildung ist zu Ende

Wie schnell 2 ½  Jahre vergehen merkt man erst, wenn sie wie im Flug an dir vorbei gezogen sind. Plötzlich steht man von den Abschlussprüfungen und erschrickt, weil man gefühlt gerade erst das Bewerbungsgespräch hinter sich hat. Wie viel man in dieser Zeit der Ausbildung tatsächlich gelernt und bewerkstelligt hat und wie sehr man sich doch auch persönlich weiterentwickelt hat, fällt erst auf, wenn man auf die Zeit der Ausbildung zurückblickt.

Doch nun von Anfang an
Genau wie mehr als die Hälfte meiner Klasse habe ich mich im Frühling des letzten Jahres dafür entschieden meine Ausbildung von drei auf 2 ½  Jahre zu verkürzen. Dadurch zieht man die schriftliche und mündliche Prüfung um ca. 5-6 Monate vor und verpasst den letzten Schulblock in der Berufsschule. Klingt nach einer großen Herausforderung, nicht wahr? Ist es auch – aber nur bedingt. Die Lehrer sind darauf bedacht den gesamten Stoff, der dir in der Berufsschule vermittelt werden soll in 5 Blöcken unterzubringen. Der 6. Block dient dann zur Auffrischung und Wiederholung. Wenn man die Ausbildung verkürzt, muss man also nur wenig Stoff eigenständig nachholen, da die meisten Lehrer eben bis zum Ende des 5. Blocks alle Themen vermittelt haben. Nur was bis dahin nicht geschafft wurde muss nachgeholt werden. Bei uns hielt sich das in Grenzen und betraf nur ein Fach und davon auch nur ein Thema – Presserecht. Das kam dann nicht mal in der Prüfung dran.

Die Abschlussprüfung war eine echte Herausforderung
Wir wurden am 28. und 29. November in der Mensa unserer Schule schriftlich geprüft. Am ersten Tag in Rechnungswesen und Wirtschaft und am zweiten Tag in PVPD (Produktentwicklungsprozesse und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen). Das schwierigste daran war nicht etwa die Vorbereitung oder der ganze Stoff, sondern viel mehr die Abschlussprüfung an sich. Die Aufgabenstellungen und Anforderungen waren zum Teil sehr schwer zu verstehen und man konnte nur wage einschätzen, worauf man bei dieser Aufgabe hinarbeiten sollte. Kurz und knapp – ich war sehr froh, als ich die Prüfungen hinter mir hatte. Die Ergebnisse wurden am 21. Dezember auf der Homepage der IHK bekannt gegeben, die Arbeiten an sich konnte man aber nicht mehr einsehen. Das Fach, die erreichte Punktzahl und die endgültige Note wurden aufgeführt.

Hier einmal eine Auflistung wie die Punkte den Noten zugeordnet werden:
100-92 Punkte               Note 1 (sehr gut)
unter 92-81 Punkte        Note 2 (gut)
unter 81-67 Punkte        Note 3 (befriedigend)
unter 67-50 Punkte        Note 4 (ausreichend)
unter 50-30 Punkte        Note 5 (mangelhaft)
unter 30-0 Punkte          Note 6 (ungenügend)

Meine mündliche Prüfung fand am 19. Januar in dem Gebäude der IHK statt. Man bekam dazu erst relativ spät die Einladung und wurde gut zwei Wochen vorher einem der beiden zu Auswahl stehenden Terminen zugeordnet. Ich muss gestehen, dass beim Lernen für die mündliche Prüfung die Luft raus war. Ich habe letztendlich meine Lernzettel von den schriftlichen Prüfungen neu sortiert und durchgelesen. Sortiert, weil für die mündlichen Prüfungen nur die Bereiche Sales und Vertrieb interessant sind. Man bekommt zwei Aufgaben zur Auswahl – eine aus dem Anzeigenbereich und eine aus dem Vertriebsbereich – und kann sich dann für die Aufgabe entscheiden, die einem besser liegt. Zu dieser Aufgabe hat man in einem separaten Raum 20 Minuten Vorbereitungszeit. Danach stellt man die erarbeiteten Kampagnen und Ergebnisse den drei Prüfern vor. Ich habe mich in meiner Prüfung für den Bereich Anzeigen entschieden und sollte ein Kampagnenangebot erstellen, mit dem die Anzeigenberater an eine Automeile herantreten können, um die Unternehmen dort als Anzeigenkunden zu gewinnen. Somit erstellte ich ein crossmediales Konzept mit allen möglichen Werbemitteln und Möglichkeiten, die einem bei einem Medienunternehmen zur Verfügung stehen. Je mehr man hier in die Tiefe geht und je detaillierter man das Angebot aufbaut, desto mehr Zeit füllt man mit der Vorstellung der Kampagne – desto weniger unangenehme Fragen können die Prüfer am Ende stellen .. 😉 Wichtig ist es darauf zu achten, ob in der Aufgabenstellung eine Rolle vorgegeben wird. Bei mir hieß es ‚Sie sind Mitarbeiterin der Anzeigenabteilung und stellen Ihrem Führungskreis ihr erarbeitetes Konzept vor‘. In diesem Fall sollte man von Betreten des Prüfungsraumes bis zum Beenden der Prüfung in dieser Rolle bleiben.

Die mündliche Prüfung lief bei mir und eigentlich auch bei allen anderen aus meiner Klasse echt gut. Viel besser als die schriftlichen! Nur die Vorbereitungszeit war bei manchen etwas knapp bemessen, hier muss man sich also etwas sputen. Alles in allem hat mir die mündliche Prüfung trotz aller Aufregung komischer Weise sogar fast Spaß gebracht. 😊
Das Gefühl danach war unbeschreiblich und wahnsinnig befreiend.

Wie geht es nun nach der Ausbildung für mich weiter?
Meine Prüfung ist nun ja schon einige Monate eher.
Schon vor den Prüfungen hatte ich mich hier bei den KN auf eine Stelle im Vertrieb und Marketing beworben und diese schlussendlich auch bekommen. Ich kam schon im Oktober in die Abteilung um mich langsam einzufinden. Nach den Prüfungen begann mein erster richtiger Arbeitsvertrag und die Einarbeitung ging in die Vollen. Es ist schon ein bisschen komisch in einem Unternehmen, in dem man seine Ausbildung gemacht hat auf einmal einen eigenen festen Arbeitsplatz und feste Aufgaben zu besitzen und vor allem die komplette Verantwortung für Projekte oder Kampagnen zu tragen. Man kennt allerdings auch alle Gesichter, viele Abläufe und Prozesse – ja eigentlich fühlt man sich hier richtig zuhause und das hilft ungemein dabei, sich im wirklichen Arbeitsalltag zurecht zu finden.

On Tour mit einer Medienberaterin

Mal zu Fuß, mal mit dem Auto

Nun bin ich für zwei Wochen der Abteilung Sales zugeteilt worden. Davon durfte ich drei Tage zusammen mit einer Medienberaterin zu Kunden fahren, um diese über Anzeigen in den Kieler Nachrichten zu beraten.

Auf geht’s…
Unser erstes Ziel war die Mode Boutique „OGGI“ in der Holtenauer Straße in Kiel. Freundlich empfing uns der Ladenbesitzer und die Verkaufsleiterin. Der herzliche Empfang und die nette Umarmung zeigten mir, dass die Medienberaterin und die Mitarbeiter nach jahrelanger Zusammenarbeit ein nahezu „Freundschaftliches Verhältnis“ entwickelt haben. Ich übergab dem Ladenbesitzer- und gleichzeitig Designer, meine vorgefertigte Anzeige mit einem selbstgeschriebenen Artikel über die Herbst-Modetrends bei OGGI. Gemeinsam einigten wir uns auf das Erscheinungsdatum in der „INKIEL“ und klärten Verbesserungen sowie Fragen und zusätzliche Informationen. Nach einem abschließenden Rundgang in der Boutique präsentierte uns der Ladenbesitzer seine aktuelle Kollektion. Fast alle Kleidungsstücke waren mit wunderschönen Goldtönen verziert, die perfekt zu der dunklen Jahreszeit passten. Leider hatten wir nicht allzu lange Zeit, um uns die wunderbaren Stücke anzusehen, denn die Arbeit rief und wir mussten zu weiteren Kunden-Terminen.

Freundschaft und Beratung
Jetzt stand der Kunde „Kirschoptik und Hörakustik“ im Kalender. Wieder kam es mir vor, als wenn wir zu engen Freunden fahren würden – der Geschäftsführer empfing uns lieb und führte uns in sein Büro. Nachdem wir über ein paar private Dinge geplaudert haben, berieten wir den Kunden über eine neue Anzeige in den Kieler Nachrichten und über die dazugehörige Bildauswahl. Als Außenstehender hat man meist noch einen anderen Blick auf „das Geschehen“ und so konnte ich den Kunden meine Meinung zu den Bildern gut verdeutlichen. Alles lief super unkompliziert ab und so einigten wir uns schnell auf eine zum Geschäft passende Anzeige mit bestmöglicher Aufmachung. Wir verblieben mit einem Korrekturabzug, sobald die Anzeige fertig gestaltet wurde.

In den nächsten Tagen besuchten wir noch viele weitere Kunden in verschiedenen Stadtteilen. Mal besuchten wir sie zu Fuß, mal nahmen wir das Auto. Mir hat es wirklich sehr viel Spaß gebracht, auch mal außerhalb des Verlages arbeiten und die Kunden jetzt auch persönlich sehen zu dürfen!

Ich freue mich schon auf meine nächste Zeit in der Abteilung Sales und auf die Medienberater.

Bleibt dran!
Verfolgt uns und unsere Tätigkeiten im Verlag, im Druckzentrum, in der Schule oder außerhalb gerne weiter! Es wird auf jeden Fall nicht langweilig.

Ich wünsche euch alles Gute,

Eure Malien

Berufsforum 2018

So ist es im Vertrieb und Marketing

Seit mehr als 20 Jahren findet im Frühjahr in der Sparkasse das Berufsforum statt. Dabei wollen die Aussteller der verschiedenen Unternehmen Ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen und Bewerber für die kommenden Ausbildungsjahre gewinnen. Auch die Kieler Nachrichten gehören als Kooperationspartner der Förde Sparkasse fest dazu.

Vielleicht habt Ihr bereits den Blogbeitrag von Christine gelesen, denn im letzten Jahr war sie gemeinsam mit Johanna für die Planung und Organisation der Messe zuständig. In diesem Frühjahr war ich in der Abteilung Vertrieb und Marketing eingeplant. Da dies eine sehr große Abteilung ist, wird man in der Regel für jeweils eine Woche einem kleineren Bereich zugeordnet – während meiner Zeit im Veranstaltungsmarketing, übernahm ich also die Aufgabe für dieses Mal.

Fehlt noch etwas?
Tatsächlich gab es auch in diesem Jahr viel zu organisieren und eine Menge an Dingen über die man sich Gedanken machen muss. So zum Beispiel über den Einsatz der MediaBoxen, auf denen das Spiel „KN will’s wissen“ und unser AzubiFilm laufen sollten. Außerdem wollte ich gerne neu designte Flyer mit den Ausbildungsmöglichkeiten drucken lassen und ich benötigte sämtliche Messemöbel und Aufsteller mit unserem KN Logo. Nicht zu vergessen meine „Standhelfer“ in Form von anderen Azubis und Volontären für den Tag der Messe und Kleinigkeiten wie Namensschilder für jeden von uns.
Natürlich liegt all‘ das nicht zusammengepackt in einem einzigen Karton im Großraumbüro der Abteilung, sondern fällt in die verschiedensten Aufgabenbereiche anderer Mitarbeiter. Aus diesem Grund stand ich die ganze Zeit in engem Kontakt mit Kollegen die für Promotion, Verkaufsförderung und Layout zuständig sind. Ich bin mir sicher, dass ich für dieses Projekt einige Kilometer auf den langen Gängen unseres Verlagsgebäudes zurückgelegt habe, bis ich alles beisammen hatte.

Ein Projekt im Projekt
Ein weiteres Großprojekt stand für mich in direktem Zusammenhang mit dem Berufsforum – Unsere AzubiZeitung. Da sich ein Medienunternehmen in ständigem Wandel befindet, war es notwendig geworden, unsere gemeinsame Zeitung „von Azubis für (zukünftige) Azubis“ zu überarbeiten und auf den neusten Stand zu bringen. Die für mich größte Herausforderung bestand darin, alles in unserem Redaktionssystem zu bearbeiten. Das ist das System, in dem die Redakteure Ihre Texte schreiben, die dann in dem gleichen Programm von der Planungsgruppe zu einer Zeitungsseite mit Anzeigen und Co. zusammengesetzt werden. Da ich hiermit nur sehr wenig Erfahrung habe, brauchte ich eine kurze Einarbeitung. Danach machte ich mich dann alleine an mein Projekt und merkte schnell wieder wie toll das Gefühl ist, die Verantwortliche und Ansprechpartnerin für ein Projekt zu sein, bei dem man das Ergebnis später in den Händen halten kann! Natürlich konnte ich jederzeit nachfragen, wenn ich Hilfe brauchte.

Finale
Der Veranstaltungstag ist gekommen und alles ist vorbereitet. Ich bin noch einmal meine Checkliste durchgegangen und habe nachgesehen, ob auch alles so steht wie geplant. Gemeinsam mit den anderen Azubis warte ich nun auf die Eröffnung des Berufsforums und freue mich schon auf viele interessante Gespräche mit Euch. Habt ihr nach dem heutigen Tag noch Fragen zur Ausbildung oder einem Praktikum bei den Kieler Nachrichten? Dann könnt Ihr jedem von uns gerne eine Mail schreiben! Unsere Mailadressen findest du, wenn du auf unser Profil klickst.

Ein Tag im Druckzentrum

… aber bitte in Farbe !

In unserer Ausbildung durchlaufen wir Azubis alle Abteilungen – somit ist auch der Einsatz im Druckzentrum Bestandteil des Ausbildungsplans. Natürlich ist es nicht das Ziel, eine Druckmaschine einwandfrei bedienen zu können, aber es ist wichtig den kompletten Unternehmensprozess zu verstehen – und dazu gehört auch der Zeitungsdruck. Im Dezember war ich erneut für 4 Wochen dort und wusste bereits, dass sich die Arbeit enorm von der im Verlagshaus unterscheidet.

Bevor ich das erste Mal in Moorsee – dem Standort des Druckzentrums – war, hatte ich keinerlei Vorstellungen wie der Zeitungsdruck abläuft. Natürlich war mir bewusst, dass man die Zeitungsmengen nicht mit einem normalen Drucker für den Hausgebrauch produzieren kann, aber die Dimensionen und zahlreichen, notwendigen Arbeitsschritte hatte ich vorher noch nicht gesehen.
In diesem Artikel möchte ich euch deshalb gerne kurz beschreiben wie das Offset-Druckverfahren funktioniert und einen Einblick in die Abteilungen geben, die ich durchlaufen habe.

Also von Beginn:
Der Prozess des Zeitungsdrucks – und somit meine erste Station – beginnt in der CTP. CTP steht für Computer to Plate, was bedeutet, dass die digitale Version der Zeitungsseite in vier Farben (Gelb, Magenta, Cyan, Schwarz) zerlegt und in sogenannten Belichtungsmaschinen auf die Druckplatten übertragen wird.
Wenn alle Seiten belichtet sind, bauen die Drucker die Platten auf die Zylinder der Druckmaschine.

Hierbei handelt es sich um einen 13 Meter hohen Koloss, der bis zu drei verschiedene Zeitungen gleichzeitig drucken, falzen, schneiden und sogar heften oder kleben kann. Dabei zeichnet sich das Offsetdruckverfahren dadurch aus, dass das farbige Bild nicht direkt von der flachen Druckplatte auf das Papier kommt, sondern zunächst auf ein Gummituch übertragen wird, welches die Farbe dann auf die Papierbahn bringt. Durch die Druckerfarben, den Papierstaub und die öligen Maschinen ist diese Abteilung auch die mit Abstand Schmutzigste. Trotzdem wurde ich als Azubi voll mit eingebunden und durfte beim Einziehen der Papierbahn, beim Platteneinbau und beim Einstellen der Farben genauso mit anpacken wie beim Warten, Putzen und Reparieren der Maschinen.
Die fast fertige Zeitung findet dann ihren Weg in die Weiterverarbeitung, also war dies auch für mich die nächste Station. Die Weiterverarbeitung befindet sich in einer großen Halle, in der unzählige Transportketten das druckfrische Exemplar quer durch die Halle führen. Sie kann von hier aus entweder direkt zu Paketen verbunden und in LKWs verladen werden oder an diversen anderen Maschinen zum Beispiel zugeschnitten, mit zahlreichen Beilagen bestückt oder für den Versand adressiert werden.

Rückblick:
Zugegebenermaßen ist mein Bericht lediglich eine grobe Übersicht und in der kurzen Zeit ist es für mich auch nicht möglich gewesen, alles im Detail zu verstehen, dennoch haben mich die vielen Facetten und zahlreichen Möglichkeiten, die unser Druckzentrum bietet, nachhaltig beindruckt.
Eine weitere besondere Erfahrung war für mich der Schichtdienst, denn im Druckhaus herrscht ein Rund-Um-Die-Uhr Betrieb und natürlich läuft die Produktion gerade in der Nachtschicht auf Hochtouren.
Außerdem fand ich es sehr interessant die Entstehung einer Zeitung von der Papierbestellung bis zum Versand verfolgen zu dürfen und kann nur jedem der die Möglichkeit zu einer Führung hat empfehlen, diese Chance wahrzunehmen.

Meine ersten Tage bei den KN

Ich nehme euch mit in meine erste Woche

Hey, ich bin Malien. Ich habe dieses Jahr mein Abitur erfolgreich abgeschlossen und fange nun die Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print bei den KN an. Ich habe mich letztes Jahr im September für den Platz beworben und 2 Wochen später die Einladung für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Kurz darauf bekam ich den Anruf mit der Zusage. Ich habe mich riesig gefreut und nun bin ich hier und erlebe die ersten Tage im Unternehmen.

Es ist Dienstag der 01.08.2017, 8:30 Uhr. Heute beginnt mein erster Ausbildungstag
Ich stehe im Gebäude der Kieler Nachrichten, da begrüßt mich der Pförtner freundlich. Er weist mich zum Platz hin, wo auch schon ein anderes Mädchen aufgeregt auf die Ausbildungsleiterin wartet. Ich zögere nicht lange, setze mich neben sie und wir verstehen uns auf Anhieb super! Ihr Name ist Tabea Tiedje, sie fängt nicht wie ich die Ausbildung, sondern das duale Studium bei den KN an. Mitten im Gespräch werden wir von unserer Ausbildungsleitung und Christine (Auszubildende aus dem 3. Lehrjahr), lieb empfangen. Zusammen gehen wir in den Schulungsraum, in dem wir alle weitern Infos und die Planung für die kommenden Tage bekommen. Nach der Besprechung wird uns das Gebäude, sowie die Abteilungen Personal, Redaktion einschließlich Redaktionskonferenz und Finanzen/Controlling gezeigt und wir werden bei den jeweiligen Mitarbeitern vorgestellt. Zuerst wird man von den vielen neuen Namen und den zahlreichen Stockwerken, wortwörtlich „erschlagen“! Aber aus Erfahrung kann ich sagen, das legt sich ganz schnell und man findet sich sofort zurecht. Die Redaktionskonferenz ist übrigens besonders spannend, da man dort den direkten Einblick ins „Geschehen“ bekommt. Zwischendurch haben wir einen Besuch beim Geschäftsführer Sven Fricke eingelegt, der uns freundlich begrüßt und uns viel Spaß und Erfolg für unsere Ausbildungszeit wünscht. Am Ende des Tages führen wir noch ein Abschlussgespräch mit der Personalreferentin. Bei weiteren Fragen dürfen wir immer gerne zu ihr kommen und auch die tägliche Azubi-Pause mit den anderen Azubis von 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr hilft uns, dass wir uns super untereinander austauschen können.

Mittwoch der 02.08.2017, 8:30 Uhr. Heute beginnt mein zweiter Ausbildungstag
Heute beginnt der Tag damit, dass wir in den Abteilungen Vertrieb/Marketing, Sales und Technik (Druckzentrum in Moorsee) „reinschnuppern“ dürfen. Die Verkaufsassistentin aus dem Sales und eine Kollegin aus dem Bereich Vertrieb/Marketing geben uns eine Einführung in Ihre Abteilungen und überreichen uns den jeweiligen Ausbildungsplan. Tabea fängt zuerst im Sales und ich im Vertrieb/Marketing an. Es ist 10:00 Uhr. Zeit für die Azubi-Pause. Gemeinsam treffen wir uns in der Küche, trinken Kakao und teilen uns gegenseitig unsere ersten Eindrücke vom Morgen mit. Die Zeit vergeht im Flug, schließlich fahren wir zum Druckzentrum in Moorsee. Der Leiter der Rotation (Druck) erklärt uns ausführlich die einzelnen Abläufe und Aufgaben der Stationen. Hier ist es sehr spannend zu sehen, welche Schritte dazugehören, damit die Zeitung gedruckt werden kann und schließlich im Briefkasten des Abonnenten landet. Nach diesem ereignisreichen Tag voller neuer Eindrücke ist es auch schon geschafft! Es ist 16 Uhr und wir dürfen gemütlich in den Feierabend gehen.

Donnerstag & Freitag 3.- 4.8.3017, 8:00 Uhr. Meine ersten Tage in der Abteilung Vertrieb/Marketing
Ab heute bin ich zum ersten Mal in einer Abteilung für mehrere Wochen. Meine Kolleginnen und Kollegen begrüßen mich herzlich und zeigen mir meinen Arbeitsplatz für die kommenden Tage. Da die Abteilung in der nächsten Woche umziehen wird, darf ich fleißig beim Packen von Umzugskartons und Aktenvernichtung helfen. Außerdem darf ich mit Hilfe von Excel-Tabellen Abo Plus Anschreiben und Tickets für die Museumsnacht/Theatervorstellungen verschicken. Auch bei dem Holstein-Kiel Gewinnspiel, kann ich mich mit meinen Ideen und Vorschlägen einbringen. Zahlreiche Anzeigen vom Lesershop heraussuchen und an allerhand Meetings teil zu nehmen, gehört ebenso zu meinen Aufgaben. Was mich aber noch alles erwarten wird, kann ich euch zurzeit nicht sagen. Aber eins ist klar! Die ersten Tage haben viel Spaß gemacht und ich wurde sehr lieb aufgenommen. Ich bin gespannt, was noch auf mich zu kommen wird…

Alles in allem fühle ich mich hier super wohl und mir gefällt der Zusammenhalt mit den anderen Azubis besonders gut. Gleich am Anfang haben wir Paten bekommen, die uns gerade in den ersten Tagen zur Seite stehen und immer ein offenes Ohr haben. Das ist besonders praktisch, wenn wir Fragen oder andere kleine Probleme haben, da wir uns erstmal an die Azubis und nicht direkt an die Vorgesetzten wenden können.

Ich hoffe Ihr bleibt dabei und verfolgt unseren Blog auch weiterhin.

LG und bis bald, eure Malien!

Die neuen Azubis

August – Azubizeit

Alle Jahre wieder sind wir Azubis in der Bewerbungszeit gespannt, wer zu Bewerbungsgesprächen geladen wird und lauern bei jeder Gelegenheit, wer im Fojer aufgeregt auf seine Chance wartet. Wenn man dann in der Juli-/Augustzeit in der Personalabteilung eingeteilt ist, hat man das Glück schon etwas früher an die Namen der neuen Azubis zu kommen, um sie vorab schon einmal bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken zu ‚stalken‘.  In der Azubi Pause wird dann heftigst diskutiert und auch im Verlag sind alle sehr neugierig, wer am 01.08. die neuen Mitglieder der KN-Familie werden.

Die Vorbereitung
Dieses Jahr war ich die Glückliche, die von Mitte Juli bis Ende August in der Personalabteilung eingeteilt war. Ich war dafür zuständig den aller ersten Tag der Azubis des ersten Lehrjahres möglichst angenehm zu gestalten und ihnen in den darauf folgenden Wochen und Monaten beizustehen, ihnen ihre Fragen zu beantworten und sie mit den Menschen und Gegebenheiten im Verlag vertraut zu machen.
Dazu gehörte es unter anderem eine Präsentation mit den allgemeinen Fakten zum Verlag, zur Ausbildung und zum dualen Studium zu erstellen. Zudem kümmerte ich mich darum, dass alles, was man zum Start in unserem Unternehmen braucht (z.B. den Betriebsausweis um in das Gebäude herein zu kommen, die eigene E-Mail Adresse, die Kennwörter für alle Programme, und noch vieles mehr) bereit stand. Des Weiteren erstellte ich ein Informationsblatt mit allen wichtigen Fakten und Ansprechpartnern, um den ‚Neuen‘ die anfänglichen Tage und Wochen etwas einfacher zu gestalten. Was in den ersten Tagen im Verlag der Kieler Nachrichten auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Plan des Gebäudes. Wenn man dieses von außen betrachtet erscheint es einem viel kleiner, als es tatsächlich ist. Es reicht vom Rathaus bis hin zu den Stadtwerken um die Kurve und ist ganze 4 Stockwerke hoch. Zudem verwirren, die vier alten  Treppenhäuser, bei denen manche nur teilweise und eingeschränkt nutzbar sind.  Ich fertigte also die Präsentation und die Mappe mit allen wichtigen Infos an und war gespannt, wer mich am ersten August erwarten würde.

Endlich August
Und das nicht nur weil in diesem Monat die Hoffnung auf gutes Wetter besteht – nein! Die neuen Azubis sind endlich da! Am ersten August traf ich mich etwas früher mit unserer Personalreferentin und Ansprechpartnerin um den Besprechungsraum für die ersten Stunden herzurichten.  Als wir fertig waren begrüßten wir die beiden freundlich wirkenden Mädels, die schon aufgeregt im Fojer warteten. Lustig war, obwohl es mir erst später auffiel, dass die beiden vollkommen unabhängig von einander zuhause das selbe Outfit wählten und im Partnerlook aufkreuzten. Es schien so, als würden sie sich auf Anhieb gut verstehen. Wir begrüßten also Malien und Tabea und stellten uns selbst vor. Ich hielt meine Präsentation und übergab die Mappe mit den Informationsblättern und was sonst noch so dazugehört. Wir unterhielten uns in einer netten und entspannten Atmosphäre. Als die Fragen der beiden neuen Azubis erschöpft waren, brachte ich sie in die Redaktion, wo sie gleich am ersten Tag die tägliche Redaktionskonferenz mitbekommen sollten.

Die ersten zwei Tage
Die ersten zwei Tage einer Ausbildung bei den Kieler Nachrichten sind wie folgt aufgebaut: Man verbringt den ersten Tag je bis zu zwei Stunden in der Personalabteilung, in der Redaktion und bei den Finanzen, wird dort herumgeführt und bekommt viele verschiedene Informationen. Am nächsten Tag folgen dann die Abteilungen Vertrieb/Marketing, Sales und das Druckzentrum. Der Pate (in diesem Jahr meine Wenigkeit) bringt die neuen Azubis dabei von Abteilung zu Abteilung und steht für Fragen gerne zur Verfügung. In der Mittags- und Azubipause bleibt Zeit die anderen Azubis  persönlich kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Der Ernst des Lebens
Die beiden Schnuppertage von Malien und Tabea gingen schnell vorbei und es wurde Zeit sie aktiv in die Geschäftsprozesse des Verlages einzubinden. Tabea startete ihre Ausbildung in der Abteilung Sales und Malien im Vertrieb/Marketing. Anfangs hatten sie noch Schwierigkeiten sich allein im Verlagsgebäude zurecht zu finden, insbesondere fiel es schwer den Pausenraum zu finden, oder sich alle Namen und Gesichter zu merken. Nach kurzer Zeit war von dieser Unsicherheit allerdings auch nichts mehr zu spüren.
Aller Anfang ist schwer und vor allem aufregend! Ich kann mich noch ganz genau an meine ersten Tage erinnern. Am Anfang kennt man nur wenige und ist in jeder Abteilung zunächst einmal fremd, nach einiger Zeit ist man jedoch überall bekannt und willkommen. Man kennt sich schneller mit allen Abläufen aus als man denkt und dadurch, dass man in jeder Abteilung mitarbeitet versteht man die Prozesse oft besser, als manch andere Mitarbeiter. Man wird, auch wenn man es vielleicht nicht direkt mitbekommt, zu einem wichtigen Mitglied in diesem großen Unternehmen.

Wir freuen uns euch hier zu haben!