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Die neuen Azubis

August – Azubizeit

Alle Jahre wieder sind wir Azubis in der Bewerbungszeit gespannt, wer zu Bewerbungsgesprächen geladen wird und lauern bei jeder Gelegenheit, wer im Fojer aufgeregt auf seine Chance wartet. Wenn man dann in der Juli-/Augustzeit in der Personalabteilung eingeteilt ist, hat man das Glück schon etwas früher an die Namen der neuen Azubis zu kommen, um sie vorab schon einmal bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken zu ‚stalken‘.  In der Azubi Pause wird dann heftigst diskutiert und auch im Verlag sind alle sehr neugierig, wer am 01.08. die neuen Mitglieder der KN-Familie werden.

Die Vorbereitung
Dieses Jahr war ich die Glückliche, die von Mitte Juli bis Ende August in der Personalabteilung eingeteilt war. Ich war dafür zuständig den aller ersten Tag der Azubis des ersten Lehrjahres möglichst angenehm zu gestalten und ihnen in den darauf folgenden Wochen und Monaten beizustehen, ihnen ihre Fragen zu beantworten und sie mit den Menschen und Gegebenheiten im Verlag vertraut zu machen.
Dazu gehörte es unter anderem eine Präsentation mit den allgemeinen Fakten zum Verlag, zur Ausbildung und zum dualen Studium zu erstellen. Zudem kümmerte ich mich darum, dass alles, was man zum Start in unserem Unternehmen braucht (z.B. den Betriebsausweis um in das Gebäude herein zu kommen, die eigene E-Mail Adresse, die Kennwörter für alle Programme, und noch vieles mehr) bereit stand. Des Weiteren erstellte ich ein Informationsblatt mit allen wichtigen Fakten und Ansprechpartnern, um den ‚Neuen‘ die anfänglichen Tage und Wochen etwas einfacher zu gestalten. Was in den ersten Tagen im Verlag der Kieler Nachrichten auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Plan des Gebäudes. Wenn man dieses von außen betrachtet erscheint es einem viel kleiner, als es tatsächlich ist. Es reicht vom Rathaus bis hin zu den Stadtwerken um die Kurve und ist ganze 4 Stockwerke hoch. Zudem verwirren, die vier alten  Treppenhäuser, bei denen manche nur teilweise und eingeschränkt nutzbar sind.  Ich fertigte also die Präsentation und die Mappe mit allen wichtigen Infos an und war gespannt, wer mich am ersten August erwarten würde.

Endlich August
Und das nicht nur weil in diesem Monat die Hoffnung auf gutes Wetter besteht – nein! Die neuen Azubis sind endlich da! Am ersten August traf ich mich etwas früher mit unserer Personalreferentin und Ansprechpartnerin um den Besprechungsraum für die ersten Stunden herzurichten.  Als wir fertig waren begrüßten wir die beiden freundlich wirkenden Mädels, die schon aufgeregt im Fojer warteten. Lustig war, obwohl es mir erst später auffiel, dass die beiden vollkommen unabhängig von einander zuhause das selbe Outfit wählten und im Partnerlook aufkreuzten. Es schien so, als würden sie sich auf Anhieb gut verstehen. Wir begrüßten also Malien und Tabea und stellten uns selbst vor. Ich hielt meine Präsentation und übergab die Mappe mit den Informationsblättern und was sonst noch so dazugehört. Wir unterhielten uns in einer netten und entspannten Atmosphäre. Als die Fragen der beiden neuen Azubis erschöpft waren, brachte ich sie in die Redaktion, wo sie gleich am ersten Tag die tägliche Redaktionskonferenz mitbekommen sollten.

Die ersten zwei Tage
Die ersten zwei Tage einer Ausbildung bei den Kieler Nachrichten sind wie folgt aufgebaut: Man verbringt den ersten Tag je bis zu zwei Stunden in der Personalabteilung, in der Redaktion und bei den Finanzen, wird dort herumgeführt und bekommt viele verschiedene Informationen. Am nächsten Tag folgen dann die Abteilungen Vertrieb/Marketing, Sales und das Druckzentrum. Der Pate (in diesem Jahr meine Wenigkeit) bringt die neuen Azubis dabei von Abteilung zu Abteilung und steht für Fragen gerne zur Verfügung. In der Mittags- und Azubipause bleibt Zeit die anderen Azubis  persönlich kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Der Ernst des Lebens
Die beiden Schnuppertage von Malien und Tabea gingen schnell vorbei und es wurde Zeit sie aktiv in die Geschäftsprozesse des Verlages einzubinden. Tabea startete ihre Ausbildung in der Abteilung Sales und Malien im Vertrieb/Marketing. Anfangs hatten sie noch Schwierigkeiten sich allein im Verlagsgebäude zurecht zu finden, insbesondere fiel es schwer den Pausenraum zu finden, oder sich alle Namen und Gesichter zu merken. Nach kurzer Zeit war von dieser Unsicherheit allerdings auch nichts mehr zu spüren.
Aller Anfang ist schwer und vor allem aufregend! Ich kann mich noch ganz genau an meine ersten Tage erinnern. Am Anfang kennt man nur wenige und ist in jeder Abteilung zunächst einmal fremd, nach einiger Zeit ist man jedoch überall bekannt und willkommen. Man kennt sich schneller mit allen Abläufen aus als man denkt und dadurch, dass man in jeder Abteilung mitarbeitet versteht man die Prozesse oft besser, als manch andere Mitarbeiter. Man wird, auch wenn man es vielleicht nicht direkt mitbekommt, zu einem wichtigen Mitglied in diesem großen Unternehmen.

Wir freuen uns euch hier zu haben!

Wie bewerbe ich mich bei den KN?

Tipps und Tricks rund um Deine Bewerbung

Du hast dich auf unserem Blog bereits ausführlich über die Ausbildung bzw. das Duale Studium informiert und möchtest Dich nun bei den Kieler Nachrichten bewerben? Der Weg von der Schule in den Beruf ist meist gar nicht so einfach und ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals wirklich unsicher war, ob ich bei meiner Bewerbung alles bedacht habe. Daher möchte ich Dir in diesem Beitrag nützliche Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung geben. Es gibt zwar kein Erfolgsrezept, aber einige meiner Hilfestellungen und Erfahrungen können Dir hoffentlich auf dem Weg von der Schule in die Ausbildung helfen.

Das Anschreiben
Zuallererst solltest Du Dir überlegen, welche Erwartungen das Unternehmen an Dich stellt und wie Du Deine Bewerbung möglichst authentisch gestaltest. Das Anschreiben besteht meist aus einem Kopf und dem Haupttext und sollte in der Regel nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. Mit dem Anschreiben solltest Du auf jeden Fall das Interesse des Empfängers wecken und ihm Lust auf den Rest Deiner Bewerbung bereiten. Es ist zudem wichtig, zu schreiben, warum Du Dich für diese Ausbildung bzw. das Duale Studium bewirbst, und worin Deine persönlichen und fachlichen Stärken liegen. Außerdem solltest Du deutlich machen, dass Du Dich über eine Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch sehr freuen würdest.

Der Lebenslauf
In Deinem Lebenslauf führst Du Deinen schulischen Werdegang lückenlos und in chronologischer Reihenfolge auf. Auch Praktika, besondere Tätigkeiten oder Auslandsaufenthalte, wie z.B. ein Schüleraustausch, sollten hier erwähnt werden. Wenn Dein Lebenslauf noch eine persönliche Note erhalten soll, kannst Du auch gerne Deine Hobbys und Interessen mit aufführen. Dadurch kann sich der Betrieb ein noch umfassenderes Bild von Dir machen und Dich besser kennenlernen. Wenn Du kein Deckblatt in Deiner Bewerbung hast, solltest Du Deinen Lebenslauf mit einem professionellen Passfoto versehen.

Das Deckblatt
Ein Deckblatt ist ein zusätzlicher Blickfang für Deine Bewerbung, muss aber nicht zwingend beigelegt werden. Da das Foto bei einem Deckblatt größer ist als auf dem Lebenslauf, solltest Du besonders darauf achten, dass Du seriös und freundlich darauf aussiehst. Dein Name und Deine Anschrift sollten auf dem Deckblatt stehen und Du solltest auf jeden Fall schreiben, wofür Du Dich bewirbst. Es ist empfehlenswert, das Deckblatt eher schlicht zu halten. Verzichte also lieber auf bunte Farben oder ausgefallene Schriftarten. Wenn Du möchtest, kannst Du auch noch ein Inhaltsverzeichnis beifügen, wodurch dem Leser ein gegliederter Überblick über Deine Bewerbung verschafft wird.

Im Allgemeinen
Die Bewerbungsmappe sollte natürlich sauber und ordentlich sein. Du solltest nicht vergessen, wichtige Dokumente, wie Kopien Deiner letzten Schulzeugnisse, Bescheinigungen über Praktika oder Auslandsaufenthalte, anzuhängen. Deine Unterschrift darf auf keinen Fall auf dem Anschreiben und dem Lebenslauf fehlen. Solltest Du Dich digital bewerben wollen, dann scanne die Bewerbung ein und schicke sie an bewerbung@kieler-nachrichten.de.

Zu guter Letzt – Viel Erfolg bei der Bewerbung!
Ansonsten kann ich Dir noch raten, die Bewerbung in Ruhe anzugehen und Dich nicht zu stressen. Mit einer überzeugenden Bewerbung wirst Du bestimmt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich hoffe, dass ich Dir mit meinen Tipps weiterhelfen konnte und wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Bewerbung! Und wer weiß, vielleicht kann ich Dich im nächsten Jahr ja schon als neuen Azubi bei uns im Unternehmen begrüßen!

 

WAK – Wie ist es?

Was macht man eigentlich in der Wirtschaftsakademie?

Nach fünf Monaten im Betrieb ging es für mich im Januar mit dem ersten Semester an der Wirtschaftsakademie los. Denn dort findet das BWL Studium – und somit der Theorieteil des dualen Studiums – statt und auch Du sollst mit diesem Blog-Eintrag einen Eindruck davon bekommen.

Aller Anfang…
Als ich am ersten Morgen zu der Einführungsveranstaltung in die Aula der Wirtschaftsakademie kam, habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht die Einzige bin, die aufgeregt ist. Schließlich sollte man viele neue Leute und den Ort, an dem man die nächsten drei Jahre studieren wird, kennenlernen. Die meisten Leute kannten sich noch nicht und natürlich wusste auch niemand genau, mit welchen der vielen Leute in der Aula man in einem Kurs sein würde. Ich hatte Glück und kam in den gleichen Kurs wie eine Freundin von mir. Da wir durch unsere Ausbildung beide den Schwerpunkt Dienstleistung haben, war das zwar keine Überraschung, aber so hatten wir von Anfang an ein gutes Gefühl und konnten zusammen den neuen Lebensabschnitt beginnen.

Alltag
Unser leichtes Gefühl der Unsicherheit hat sich innerhalb weniger Tage gelegt, sodass innerhalb des Kurses schnell eine Gemeinschaft entstanden ist. Auch an die Tagesabläufe, die Dozenten und die Vorlesungen hat man sich schnell gewöhnt, denn die sind dem Unterricht in der Schule deutlich ähnlicher als einer Vorlesung in riesigen Hörsälen einer staatlichen Universität.
Schon vor unserem ersten Tag haben wir einen festen Stundenplan bekommen, wobei dieser in den ersten Semestern nur Pflichtmodule beinhaltet. Im ersten Semester wurden dabei neben dem Kernstudienfach BWL auch die Module Rechnungswesen, Projektmanagement, Mathematik und Wissenschaftliches Arbeiten sowie mein branchenspezifisches Modul Dienstleistungsmanagement unterrichtet. Natürlich habe ich schnell festgestellt, dass mir einzelne Module vielleicht besser liegen, als andere, aber das ist wohl ganz normal. Letztendlich wusste ich ja auch, dass ein Modul nur zehn Wochen unterrichtet wird und man nach der Prüfung einen Haken dahinter machen kann.

Das Ende eines Semesters
So verging das erste Semester wie im Fluge und die Theoriephase neigte sich dem Ende zu. Unser Kurs hat sich auch außerhalb der Vorlesungen super verstanden, sodass wir nicht nur die tägliche Mittagspause, sondern auch die Nachmittage und Abende oft gemeinsam im Studentenwohnheim oder in Cafés verbracht haben. Das hat sich auch nicht geändert, als plötzlich alle feststellten, dass sich die Prüfungen nicht von alleine schreiben und wir alle etwas tun sollten. Aus der Schule kannte ich keine Lerngruppen und habe mir alles selbst beigebracht, doch im Studium habe ich das gemeinsame Arbeiten schnell schätzen gelernt: Jeder aus der Gruppe hat individuelle Lernzettel geschrieben und beim Vergleichen haben wir gemeinsam darüber nachgedacht, was bei dem Einen fehlt und bei dem Anderen eventuell überflüssig ist. Durch die Wiederholung hat man dabei direkt gelernt und die zugegebenermaßen sehr anstrengende Prüfungswoche, in der alle Module durch eine schriftliche Prüfung abgeschlossen werden, war gar nicht mehr so schlimm wie erwartet.

Fazit
Mittlerweile bin ich schon ein Jahr im Betrieb und habe mit dem Ende meines ersten Ausbildungsjahres auch zwei Semester an der WAK absolviert, die trotz vieler Anstrengungen sehr viel Spaß gemacht gehaben. Das schöne am dualen Studium ist dabei vor allem die Abwechslung zwischen der Arbeit im Verlag und den Theoriephasen an der Wirtschaftsakademie. So kann ich mich jetzt schon auf mein drittes Semester freuen, das im September mit neuen Modulen und neuen Herausforderungen beginnt, die vielleicht auch Du bald erleben wirst!

Unser Azubiprojekt

Projektzeit – schönste Zeit

Marketing, Vertrieb, Sales und Finanzen – dies sind nur einige Abteilungen in denen wir Azubis unser Wissen schöpfen und Erfahrungen für die Berufswelt sammeln.

Um natürlich auch unsere kreative Seite zum Ausdruck zu bringen, gibt es für uns das jährliche Azubi-Projekt. Es findet immer im Herbst statt und bringt eine Aufgabe mit sich, die es im Team zu bewältigen gilt. Ich möchte euch gerne von zwei Projekten erzählen, die Felice, Christine, Annika, Johanna, Inga und ich zusammen umgesetzt haben. Unser erstes Projekt war die Erstellung eines kleinen Films mit dem Motto: Von Azubis für Azubis! Natürlich waren wir alles etwas überfordert, da es eine große Herausforderung für uns war einen eigenen Kurzfilm zu produzieren. Doch wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen und fingen an einen Plan zu schmieden. Wir überlegten uns, welche Bereiche und Abteilungen der Kieler Nachrichten interessant für zukünftige Azubis sein könnten und telefonierten was das Zeug hielt, um Termine mit den Abteilungen zum Dreh zu vereinbaren und an die nötigen Mittel, wie Kameras, zu kommen.

Der Azubi Film
Wir fuhren in das Druckzentrum der Kieler Nachrichten nach Moorsee und nahmen auf, wie unsere Zeitung überhaupt gedruckt wird. Auch ließen wir es uns nicht nehmen selber die riesige Druckmaschine zu erklimmen und lustige Gruppenaufnahmen von uns zu machen. Nachdem unser Besuch im Druckzentrum beendet war, ging es wieder in das Verlagshaus und in die Redaktion. Dort filmten wir die Redaktionssitzung, die täglich stattfindet. Danach standen noch die Aufnahmen in den Abteilungen Sales mit der Zentralen Planungsgruppe, die Kundenhalle und die Digitalen Medien auf unserer To-Do-List. Als nun endlich alle Aufnahmen im Kasten waren ging es an das Schneiden der Filmaufnahmen. Wir waren positiv überrascht, wie super unsere Aufnahmen waren und konnten nicht mehr aufhören zu lachen, als wir unsere verpatzten Szenen sahen. Alles in einem war es ein sehr interessantes und spannendes Projekt, das wir gerne in die Tat umgesetzt haben. Jedoch war der Azubi-Film nicht unsere einzige Herausforderung..

Die Azubi-Zeitung
Das war unsere zweite gemeinsame Aufgabe. Vor Jahren haben unsere Vorgänger von Azubis bereits eine Zeitung erstellt, die wir nun auf den aktuellen Stand gebracht haben.

Wir haben also neue Bilder geschossen, neue Texte verfasst und ein modernes Layout in Zusammenarbeit mit der Redaktion erstellt. Lange haben wir daran gearbeitet und neue Ideen entwickelt, um euch einen guten Einblick in den Betrieb und in die Aufgaben von uns Azubis zu ermöglichen. Außerdem sind hilfreiche Tipps und Tricks in unserem Werk enthalten, die es euch ermöglichen ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben zu verfassen.

Die Ergebnisse
Am besten ist es, ihr schaut euch einfach mal den Film an und schnappt euch bei Gelegenheit eine Zeitung, damit ihr einen tieferen Einblick in das Dasein als Azubi bei den Kieler Nachrichten gewinnt. Den Kurzfilm findet ihr auf YouTube unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=khyijOB61HE

Unsere Azubi-Zeitung wird in unserem Verlagshaus in Kiel kostenfrei zur Verfügung gestellt und auf Messen und Veranstaltungen verteilt. Also informiert euch – und wer weiß? Vielleicht seid ihr bei dem nächsten Projekt schon selbst dabei!

 

 

Meine Lieblingsabteilung

Butter bei die Fische – hier bin ich am liebsten

Als Azubi bei den Kieler Nachrichten werden wir im Laufe unserer Ausbildung in fast allen Abteilungen im Haus eingeteilt und bekommen so die Chance verschiedenste Eindrücke zu sammeln und auch abteilungsübergreifende Fähigkeiten zu erlernen. Vom Anzeigenverkauf, Vertrieb & Marketing und den digitalen Medien über die Personalabteilung und Finanzbuchhaltung bis hin zur Druckerei und der Redaktion … die Anforderungen an uns variieren je nach Abteilung und jeder stellt mit der Zeit fest, in welchen Bereichen seine persönlichen Stärken oder Schwächen liegen.

Ich habe mir nun nach 1 ½ Jahren mal die Zeit genommen, meine Erfahrungen in den einzelnen Abteilungen Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen: Wo gefiel es mir bisher am besten?

Eine schwere Frage. Vor Allem, wenn man bedenkt, dass ich mich (zum Glück) noch in keiner Abteilung unwohl gefühlt habe. Und, um ein Gesamtbild der Vorgänge hier zu bekommen, finde ich es sogar durchaus sinnvoll, Zeit in Bereichen zu verbringen, die später voraussichtlich nicht zu unserem Arbeitsalltag gehören werden (wie zum Beispiel die Rotationsarbeit im Druckzentrum). Zwischen den folgenden Abteilungen konnte ich mich bei der Wahl meiner Lieblingsabteilung partout nicht entscheiden:

Sales – Werbeanzeigen
Eines der Kerngeschäfte unserer Zeitung ist und bleibt wohl der Anzeigenverkauf. Private Familienanzeigen, wie Hochzeits- und Geburtstagsglückwünsche und auch gewerbliche Werbeanzeigen, wie z.B. die von bekannten Supermarktketten, hat mit Sicherheit jeder schon einmal beim Durchblättern der Zeitung wahrgenommen. Und genau diese Anzeigen werden in unserer Abteilung „Sales“ von Kunden in Auftrag gegeben. Anschließend müssen sie bearbeitet und erstellt werden, damit sie letztendlich in unserer Zeitung erscheinen können.

Warum gefiel es mir als Azubi gerade hier so gut?  Das Erstellen der Anzeigen finde ich immer wieder spannend, da es so viele verschiedene Themenbereiche gibt. Wer eine kreative Ader hat, wird diese hier auch etwas ausleben können, denn neben der Anzeigenannahme gilt es unter anderem auch Sonderthemen und Datenblätter zu entwerfen. Ganz abgesehen von den abwechslungsreichen Aufgabenfeldern ist die Anzeigenabteilung einer der häufigsten Einsatzbereiche für uns und ein gewisser Wohlfühlfaktor spielt mit Sicherheit auch eine Rolle.

Vertrieb & Marketing – PR, Events & Co
In der Marketingabteilung werden wir Azubi manchmal ein wenig „ins kalte Wasser geschmissen“ und einem werden ganze Projekte anvertraut, die es auszuarbeiten und zu präsentieren gilt. Kurz: hier wartet eine Menge Verantwortung!

Ich hatte in meinem ersten Lehrjahr zum Beispiel die Aufgaben unseren Berufsmesseauftritt zu organisieren oder Werbeartikel mit dem KN-Logo bedrucken und bestellen zu lassen. Wenn einem solch eine Aufgabe anvertraut wird, hat man anfänglich großen Respekt davor, keine Frage. Aber die Devise lautet: Erstmal anfangen, ausprobieren und sein Bestes geben! Und bloß keine Scheu davor haben, Fragen zu stellen und sich bei auftretenden Problemen von den erfahrenen Mitarbeitern helfen zu lassen. Am Ende wird man dann mit dem Gefühl belohnt, etwas ganz alleine auf die Beine gestellt zu haben. An jeder Herausforderung wächst man schließlich, auch als Azubi.

Wer nur tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“

Mein erster Schulblock

Was macht man eigentlich in der Berufsschule?

Ich habe meine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print bei den Kieler Nachrichten im August 2016 begonnen. Nach einer aufregenden ersten Zeit im Betrieb von ungefähr drei Monaten fing mein erster Schulblock im Oktober am RBZ Wirtschaft in Kiel an.

Erwartungen
Im Vorfeld war ich schon ziemlich gespannt darauf, denn ich hatte bereits vieles über Rechnungswesen oder das verlagsspezifische Fach PVPD (Produktentwicklungsprozess und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen) von den anderen Azubis gehört. Gleichzeitig hatte ich aber auch ein bisschen Angst, dass ich speziell in Rechnungswesen nicht mitkommen würde oder allgemein Schwierigkeiten mit den Inhalten der neuen Fächer haben könnte. Glücklicherweise war dies aber nicht der Fall.

Erste Eindrücke
Aber fangen wir mal von vorne an: Am Tag meiner „Einschulung“ war ich natürlich etwas nervös, aber ich habe mich auch auf die vielen neuen Eindrücke, die Lehrer und meine Klasse gefreut. Diese ist sehr klein und besteht nur aus zwölf Leuten. Zuerst war ich davon – ehrlich gesagt – nicht so begeistert, weil ich befürchtet habe, mich für gute Noten in dieser kleinen Gruppe durchgehend beteiligen zu müssen. Meine Bedenken verschwanden aber sehr schnell. Eine „normale“, regelmäßige Beteiligung hat vollkommen ausgereicht. In Rechnungswesen ist mir besonders aufgefallen, wie hilfreich eine so kleine Klasse ist: Wann auch immer man kleine Verständnisfragen hatte, konnte man unseren Lehrer jederzeit fragen. Dabei hatte ich nie das Gefühl, den ganzen Unterricht aufzuhalten. Der Lerneffekt ist somit für mich persönlich in dem kleinen Klassenverbund umso größer. Wir mussten auch in mehreren Fächern in Gruppen arbeiten und Präsentationen halten. In meiner bisherigen Schullaufbahn war das nie wirklich mein Ding, aber da ich mich in meiner Klasse wohl fühle und wir uns alle gut verstehen, ist das auch kein Problem für mich. Zu den Lehrern kann ich sagen, dass alle echt nett sind, den Unterricht abwechslungsreich gestalten und auf jeden Fall auch fair benoten.

Klassenarbeiten
Natürlich wird auch in jedem Fach mindestens eine Klassenarbeit pro Schulblock geschrieben. Da man eben nur 6 Wochen Zeit hat, ein gewisses Pensum an Stoff durchzunehmen und dann auch noch mindestens eine Arbeit darüber zu schreiben, kann es auch schon mal vorkommen, dass man mehrere Arbeiten in einer Woche schreiben muss. Das kann natürlich auch etwas stressig werden, aber solange man den Überblick behält und sich das Lernen gut einteilt, sind die Arbeiten echt halb so wild. Ich persönlich habe mich jetzt im ersten Block auch sehr gut von den Lehrern vorbereitet gefühlt. Man brauchte keine Angst haben, dass etwas völlig Unerwartetes drankommen würde.

Berufsschule für Drucktechnik
Während meines ersten Schulblocks standen auch 2 Wochen in der Walther-Lehmkuhl-Schule in Neumünster auf dem Stundenplan. Dort haben wir vieles rund um Drucktechniken gelernt, denn als Medienkauffrau Digital und Print sollte man schließlich auch wissen, wie die Zeitung gedruckt wird und was alles zur Produktion dazu gehört. Ich hatte das Glück, dass ich bereits 3 Wochen in unserem Druckzentrum in Kiel-Moorsee eingeteilt war und somit die Produktion und Weiterverarbeitung schon kennengelernt habe. Dadurch fiel es mir leichter die verschiedenen Druckverfahren zu verstehen.

Fazit
Alles in allem kann ich sagen, dass mir mein erster Schulblock gut gefallen hat und die 6 Wochen total schnell herumgegangen sind. Ich musste mich zwar auch hinsetzen und lernen, aber das gehört nun mal dazu. Mit ein bisschen Aufwand bekommt man auch entsprechend gute Noten. Bei Fragen kann ich auch immer auf die anderen Azubis zukommen, was mir ein beruhigendes Gefühl gibt. Ihr braucht euch also wirklich keinerlei Sorgen machen, dass es in der Berufsschule Probleme geben könnte.

Azubis on Tour

Prüfungsvorbereitungsseminar in Königswinter

Christine und Ich sind seit einem halben Jahr im zweiten Lehrjahr unserer Ausbildung angekommen, die Zwischenprüfung ist überstanden … zwischen uns und unserer Abschlussprüfung liegen nur noch 6 Monate.
Nun gilt: unsere Lernzettel auf Vordermann bringen, alte Prüfungen herauskramen und mit dem Lernen für das „Grande Finale“ beginnen.

Aber wo soll man da anfangen und wo aufhören?

Als Unterstützung bei den Lernvorbereitungen werden wir Azubis im Endspurt unserer Ausbildung üblicherweise auf das Prüfungsseminar in Königswinter geschickt. In Form eines fünftägigen Kurses wird Medienkaufleuten hier der prüfungsrelevante Stoff aus den Themengebieten Verlagsmarketing und Betriebswirtschaftslehre zusammengefasst vorgetragen. Für uns ist das eine riesige Unterstützung beim Verschaffen eines Überblicks über den recht umfangreichen Lernstoff. Und ganz nebenbei stellt die Woche auch eine willkommene Abwechslung vom Arbeitsalltag dar.

Damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, wie so eine Seminarwoche für uns verläuft, hier einmal der Ablauf unseres kleinen „Betriebsausfluges“:

Sonntag, 12.03.2017
12:33 Uhr – Los geht’s!
Mit Reisekoffer, Lunchpaket und Zeitschriften für die 7-stündige Fahrt gerüstet steigen wir in den Zug in Richtung Köln. Aufregend!

17:30 Uhr – Ahoi Köln
Spätestens hier vom Reisefieber gepackt müssen „Kölner-Dom-Selfies“ und Snapchatfilter her.

19:00 Uhr- Endlich angekommen
Leider ist es schon dunkel…also können wir nur noch Auspacken, die Unterkunft erkunden, ein bisschen Fernsehen und uns von der Reise erholen.

Montag, 13.03.2017 – Tag 1
Zum Frühstück gibt es Kaffee, frische Brötchen und Obst … satt lernt es sich viel besser. Die über 40 anderen Azubis sind alle sehr nett. Die beliebtesten Gesprächsthemen: Zeitung, der Bachelor und „was gibt es heute eigentlich für Kuchen?“

Dienstag, 14.03.2017 – Tag 2
Die Sonne scheint, einige Vorträge sind unterhaltsam, andere eher trocken. Insgesamt ist es aber ein guter Mix. Die Folien der Power Point Präsentationen erhalten wir vor jedem Vortrag ausgeteilt, samt Prüfungsfragen und Lösungen. Es gibt zweimal warmes Essen und täglich eine Kuchenpause! Für Nervennahrung ist also gesorgt.

Mittwoch, 15.03.2017 – Tag 3
So langsam weiß man nicht mehr, wohin mit dem ganzen Gelernten, sowohl der Kopf als auch der Ordner füllt und füllt sich. Jeden Tag 8 Stunden lang Vorträge hören… das ist gar nicht ohne. Die Vorträge zu den Themen Vertrieb in Medienunternehmen und Verlagsbetriebswirtschaftslehre fanden wir besonders hilfreich!

Donnerstag, 16.03.2017 – Tag 4
Die letzten Tage lautete unser Abendprogramm „Bett, Lesen, Schlafen!“ Heute haben wir mal spontan Musical Tickets für „the Bodyquard“ in Köln gekauft. Die große Überraschung vor Ort: statt unserer (verhältnismäßig günstig) gebuchten, getrennten Plätze in der letzten Reihe, erwarten uns zwei zusammenliegende Plätze in der DRITTEN Reihe!! Wir können unser Glück kaum fassen und sind voll aus dem Häuschen. Das Musical ist großartig!

Freitag, 17.03.2017 – Abreisetag
Letzter Tag = Schontag? Nix da … auch heute gibt es nochmal ordentlich Lernstoff mit auf den Weg. Nach 5 Tagen qualmt der Kopf. Und um 16:00 Uhr sitzen wir dann auch schon im Zug Richtung Heimat … Die Woche ging schnell rum. Die Freude auf Kiel und das eigene Bett ist groß.

Die Prüfungsvorbereitungswoche fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern eher wie ein schöner Ausflug in den Süden. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man täglich eine riesige Menge Input bekommen hat und gefühlt non-stop mitdenken musste.

Das war schon irgendwie anstrengend, aber es hat gleichzeitig auch Spaß gemacht und sich wirklich gelohnt. Denn wir fühlen uns jetzt auf alle Fälle viel besser für den kommenden Lernmarathon gerüstet.

Berufsforum 2017

Das erste eigene Projekt

Eigentlich war ich in den Digitalen Medien eingeteilt und sollte lernen, wie man Online Anzeigen verkauft und diese einstellt, wie man die eigene Webseite für Suchmaschinen wie Google optimiert und wie eigentlich unsere Media Boxen funktionieren. Dann kam jedoch ein Anruf von meiner Ausbilderin und ich wechselte für eine Woche in die Abteilung Vertrieb und Marketing, weil sie dort Hilfe bei der Planung des Berufsforums brauchten. Das Digitale läuft ja auch nicht weg.

Was ist eigentlich das Berufsforum?
Das Berufsforum ist eine Berufsmesse, auf der sich Schulabgänger und andere Interessierte über mögliche Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten erkundigen können. Sie fand dieses Jahr schon zum 26. mal statt und da die Kieler Nachrichten neben der Förde Sparkasse mit Veranstalter sind, war es natürlich keine Frage, dass wir auch dieses Jahr wieder mit einem Stand am Start sind!

Die Planung
Ich hatte also nun die Aufgabe unseren Auftritt und den Stand der Messe zu planen. Dabei ließ man mir unglaublich viel Freiraum und ich konnte zunächst alles selbst gestalten und entscheiden, was für mich eine ziemlich große und verantwortungsvolle Aufgabe war. Ich wollte absolut nichts falsch machen und alles bis ins Detail perfekt planen. Ich habe sogar die Entwürfe für meine Stand Ideen per Hand gemalt. Am Ende stellte ich meine Ideen und Vorschläge meiner Vorgesetzten vor und war beruhigt, als ich merkte, dass mein Engagement und meine Planung gut an kamen. Wir entschieden uns gemeinsam für den Standaufbau mit einer Art Tresen (Counter), der genug Platz für unsere Azubizeitung und die Giveaways bietet, einer kleinen Sitzgelegenheit für Gesprächssituationen und einer Mediabox, auf der unser Azubi Film und die neusten Nachrichten abwechselnd laufen sollten.

Nun ging es daran alles genau zu planen und den Überblick über das zu behalten, was noch geklärt werden musste. Das war wirklich cool, weil man sein ganz eigenes Projekt und damit auch die ganze Verantwortung hatte. Man hat sich gar nicht mehr wie ein Azubi, sondern mehr wie ein vollwertiges Mitglied der Abteilung gefühlt. Mit einem eigenen Schreibtisch und einem eigenen Projekt.

Als ich die Planung für den Stand abgeschlossen hatte, war die Woche um und ich ging wieder zurück in die Digitalen Medien. Johanna übernahm nun die weitere Planung und regelte die Feinheiten, z.B. wer wann am Stand eingeteilt war und das die Rückwände des Standes mit unseren Ausbildungsmöglichkeiten beschriftet wurden.

Der Tag der Tage
Am 04. März trafen wir – Johanna, Felice, Sophia, zwei Volontäre und ich – uns um 9.00 Uhr im Berufsforum. Unser Stand war vom Aufbauteam schon aufgebaut worden, sodass wir nur noch ein bisschen Ordnung schaffen und die Giveaways auf dem Counter herrichten mussten. Dann eröffneten der Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der Vorstandsvorsitzende der Förde Sparkasse Götz Bormann und unser Geschäftsführer Sven Fricke die Messe im Kreise der Aussteller mit einer kleinen Rede. Dazu gab es Sekt, Orangensaft und Frühstück für alle. Sie motivierten die Aussteller/Innnen potentielle Azubis für ihr Unternehmen zu gewinnen, was bei manchen – so konnte man es an Ihren Blicken erahnen – an einem Samstag Morgen sicher ein schwieriges Unterfangen war .. Und nein, normalerweise arbeiten wir samstags nicht, wir haben für den Tag Überstunden bekommen, die wir einsetzten dürfen, wann immer wir möchten.

Als sich die Türen öffneten, warteten wir zunächst jedoch vergeblich auf den großen Ansturm der Fragelustigen. Wir spekulierten, warum dieses Jahr weniger Besucher kamen als die letzten Jahre und kamen zu dem Entschluss, dass es wohl an dem ausnahmsweise mal gutem Wetter liegen müsse. Gegen Mittag füllten sich die Hallen jedoch mehr und mehr und wir beantworteten Fragen über unseren Alltag im Verlag und der Schule, gaben unsere Azubizeitung mit Informationsblättern aus und bekamen stetig frisch gebackenen Kuchen von dem Bäcker, der nebenan seinen Stand aufgebaut hatte.

Als sich die Messe gegen 15:45 Uhr langsam wieder leerte und ein paar Unternehmen anfingen Ihre Stände abzubauen, packten auch wir unsere Sachen zusammen und fuhren nach Hause.

Mein Feedback nach 6 Monaten

Von der Schule in das „Richtige Leben“

So beschreibt wohl jeder den Schritt in die Arbeitswelt, aber wer hätte gedacht, dass dieser Schritt tatsächlich so aufregend wird?
Ein halbes Jahr nach meinem ersten Tag bei den Kieler Nachrichten ist die Aufregung zwar weniger geworden, komplett gelegt hat sie sich jedoch noch nicht.

Einstieg in die Arbeitswelt
Schon vor meinem ersten Tag war klar, dass sich von nun an einiges ändern wird. Das fängt schon damit an, dass man auf einmal den ganzen Tag arbeiten muss. Eine ziemliche Umstellung, wenn man bisher nur kurze Schultage gewohnt war und nach dem Abi einen langen, freien Sommer genießen konnte. Doch nach wenigen Wochen hatte ich mich an den Arbeitsalltag gewöhnt und mit Hilfe der anderen Azubis alles Wichtige für den Start ins Arbeitsleben gelernt.
Damit wir Azubis uns nicht nur am Anfang der Ausbildung zur Seite stehen, machen wir jeden Tag gemeinsam eine Azubipause. Dort frühstücken wir nicht nur, sondern tauschen uns aus, geben uns Tipps für die Uni oder die Berufsschule und reden über unsere aktuelle Tätigkeit in der jeweiligen Abteilung.
Nach einem halben Jahr als Auszubildende und duale Studentin bei den Kieler Nachrichten ist mir besonders aufgefallen, wie sich das Produkt „Zeitung“ in meinen Augen sehr verändert hat:
Bisher war es für mich immer eine Selbstverständlichkeit, dass morgens auf dem Frühstückstisch die KN lagen. Was aber tatsächlich dahinter steht – vom Anzeigenverkauf, über Recherche und Interviews, bis hin zum Druck und der Verwaltung der Abonnements – habe ich erst nach und nach in den verschiedenen Abteilungen erfahren.

Praxisphase bei den Kieler Nachrichten
Und das Spektrum an Abteilungen ist groß: In meinen ersten sechs Monaten habe ich bereits in der Kundenhalle gearbeitet, die Vertrieb- und Marketingabteilung und unsere Digitalen Medien kennengelernt, die Arbeit in der Redaktion miterlebt und wurde sogar im Druckzentrum in Moorsee eingesetzt. In jeder dieser Abteilungen wurde ich in den täglichen Ablauf eingebunden und habe selbst Projekte bearbeitet. Vom Erstellen einer Geburtsanzeige bis zum Wechsel der Druckplatten konnte ich den gesamten Entstehungsprozess einer Tageszeitung kennenlernen und bin schon jetzt gespannt, was mich in den anderen Abteilungen in den nächsten Monaten erwartet.
Im Herbst habe ich das erste Mal am jährlichen Azubiprojekt mitgewirkt. Dieses Mal haben wir mit viel Mühe eine neue Auflage der Azubizeitung gestaltet und die Idee zu diesem Blog entwickelt. Natürlich war das auch nach dem offiziellen Projektende noch viel Arbeit, aber im Nachhinein sind wir stolz auf das Ergebnis und auf das, was wir selbst geschafft haben.
Im November durften wir Azubis den KN-Laternenlauf begleiten und hatten so die Chance, die Arbeit außerhalb des Verlagshauses kennenzulernen.
Gemeinsam mit Promotern haben wir unseren Stand im Schrevenpark aufgebaut, Laternen und Kerzen ausgegeben und durften selbst als Fackelläufer mitlaufen. Eine schöne Erfahrung, einfach mal wieder Kind zu sein!

Theoriephase an der Wirtschaftsakademie
Im Januar begann für mich das erste Semester an der Wirtschaftsakademie. Zehn Wochen lang Vorlesungen, zehn Wochen raus aus dem Arbeitsalltag, zehn Wochen, in denen man völlig neue Erfahrungen sammelt und an deren Ende die erste Prüfungsphase steht.
Das Schöne an einem Studium an der Wirtschaftsakademie sind die Vorlesungen im Klassenverband. Wir haben fast alle Vorlesungen mit den gleichen Kommilitonen, sodass sehr schnell eine richtige Gemeinschaft entstanden ist.
An den Studienalltag mussten wir uns trotzdem sehr schnell gewöhnen, denn das Tempo der Dozenten ist beachtlich und ich habe schnell gemerkt, wie sich das „Schullernen“ vom „Studienlernen“ unterscheidet. So kamen schnell Lerngruppen zustande, in denen wir natürlich nicht nur gelernt, sondern auch viel privat unternommen haben.
Das erste Semester ist nun fast vorbei und die Klausuren stehen direkt vor der Tür. Damit ist der erste Abschnitt des Studiums schon geschafft und es wird sich erneut vieles verändern:
Die Zeiten als „Ersti“ sind vorbei, also keine Ausreden mehr, dass man nicht wusste, wie irgendetwas abläuft, was man zu tun hat und bis wann die wichtige Präsentation fertig sein sollte. Außerdem steht unser erstes Praxisprojekt an und damit stellt sich mal wieder die Frage, wie man das bloß alles schaffen soll.

Langweilig wird es so jedenfalls nicht und nach 6 Monaten Ausbildung und Studium kann ich definitiv sagen, dass ich mich auf die nächsten Semester und Praxisphasen und auf viele Herausforderungen freue!

Die Abschlussprüfung

Endlich fertig sein

Das ist nur einer von vielen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man kurz vor seiner Abschlussprüfung steht. Bei vielen anderen Azubis kommt noch die Angst vor der Zukunft hinzu – Was machen, wenn einen die Firma nicht übernimmt?

Diese Frage musste ich mir glücklicherweise nicht stellen, da ich bereits ein paar Monate vorher einen Vertrag bei den KN unterschreiben konnte und durfte. Selbstverständlich ist dies heutzutage nicht mehr, aber die KN ist uns als Azubis immer sehr loyal eingestellt und sichert einem nach der Ausbildung ein halbes Jahr einen Vertrag zu. Man bekommt somit nicht nur mindestens ein halbes Jahr einen Vertrag, sondern auch das Gefühl von Sicherheit.

Die Vorbereitung
Karteikarten? Lernen mit den Zetteln vom Lehrer? Eigene Lernzettel? Gott sei Dank habe ich mir schon während meiner Schulblöcke ordentliche Lernzettel erstellt. Somit musste ich nicht zwei Wochen vorher mit Hochdruck noch Lernzettel erstellen. Ich konnte mich dann wirklich voll und ganz aufs Lernen konzentrieren. Und das habe ich dann auch getan – gelesen, mit mir selbst gesprochen, Videos zu dem Thema angeguckt, Präsentationen von mir an mich selbst. Jeder lernt natürlich anders, aber für mich hat das so am besten funktioniert.

Die schriftliche Prüfung
Der Puls geht nach oben, der Umschlag mit der Prüfung wird vor einem hingelegt. Die Nervosität steigt. Habe ich genug gelernt? Habe ich irgendein Thema vergessen? Schnell nochmal im Kopf das Thema durchgehen, wo man meint sich auf jeden Fall dran erinnern zu müssen. Einen Blick in die Runde werfen – alle sehen nicht so richtig glücklich und freudig aus jetzt ihre Prüfung schreiben zu können.
Die Prüferin sagt, wir dürfen unseren Umschlag öffnen und beginnen. Rascheln von Papier ist zu hören und danach widme ich meine gesamte Konzentration meinem Heft voller Fragen. Aber ich muss sagen, so schlimm war es dann doch nicht, wie ich es erwartet hatte. Nachdem ich den ersten Aufgabenteil beendet hatte und sogar zufrieden mit meinen Antworten war, kam die Ruhe und die Prüfung war schon so gut wie beendet.

Die mündliche Prüfung
Part II – Fast fertig, aber auch immer noch nicht ganz. Eigentlich hat man jetzt das gleiche Gefühl wie vor der schriftlichen Prüfung. Habe ich genug gelernt? Bin ich gut genug vorbereitet? Aber jetzt kommen noch weitere Fragen hinzu. Sind meine Prüfer nett? Wer prüft mich überhaupt? Welches Thema wähle ich? Fragen über Fragen. Das Gefühlschaos und die Nervosität waren schon wieder vorprogrammiert.
Nun sitze ich also bei der IHK vor dem Raum Nordsee und warte, dass meine Prüfung anfängt. Natürlich bin ich viel zu früh da, heißt: ein anderer Prüfling ist noch im Raum und ich muss nun warten bis es 11.00 Uhr ist und ich anfangen kann.
11.00 Uhr. Die Prüfung beginnt, beziehungsweise meine Vorbereitungszeit. Ich bekommen zwei Prüfungsaufgaben vorgelegt und muss mich für eine entscheiden. Ich wähle die Anzeigenaufgabe, die zwar länger ist, aber mir dafür mehr Informationen bietet, über die ich reden kann. Meine Prüferin sagt nur: „Ach, die Anzeigenaufgabe wollen sie nehmen. Naja gut.“ Und ich denke mir: „Oh Gott – was meint sie damit? War die Entscheidung falsch?“ Aber entschieden ist entschieden, also bereite ich mich vor.
Danach läuft die Prüfung eigentlich ganz gut – klar es gibt Fragen, die einen zum Stolpern bringen und einige, bei denen man noch nicht mal nachdenken muss, um die Antwort zu kennen.
Aber am Ende komme ich raus und kann es sagen: Ich bin eine geprüfte Medienkauffrau Digital und Print. ENDLICH!

Fazit
Ob nun Medienkauffrau, Bürokaufmann, oder ein anderer Ausbildungsberuf. Wir gehen alle durch unsere Hochs und Tiefs in der Ausbildung und am Ende haben wir doch alle nur ein Ziel: Endlich das Zeugnis in der Hand halten. Also für mich war die Ausbildungszeit sehr schön, klar manchmal anstrengend und manchmal musste man Themen bearbeiten, die einem nicht liegen oder keinen Spaß machen, aber grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mit meiner Ausbildung bei den KN sehr zufrieden war. Ich durfte in meinen 2 ½ Jahren als Azubi viel lernen und erleben. Dennoch war ich sehr glücklich, als ich endlich fertig war, denn irgendwann möchte man nicht mehr Azubi sein, sondern auch ein „richtiger Mitarbeiter“, der seinen festen Aufgabenbereich hat und weiß, zu welchem Team er gehört.
Also an alle zukünftigen Prüflinge: Macht euch keine Sorgen über eure Abschlussprüfung. Ihr packt das. Es ist nicht so schwer, wie man immer glaubt. Und am Ende gibt es dann endlich ein volles Gehalt! YES!!!!