Archiv des Autors: Felice Lewandowski

Über Felice Lewandowski

Ich bin Felice, 24 Jahre alt und befinde mich mittlerweile im dritten Ausbildungsjahr zur Medienkauffrau Digital und Print. Privat reise ich gerne, beschäftige mich mit anderen Ländern und Kulturen und habe großen Spaß am Kochen. Falls ihr Fragen habt könnt ihr mir gerne eine Email schreiben! felice.lewandowski@kieler-nachrichten.de

Alle Jahre wieder….

…freuen wir uns über den Azubi-Adventskaffee !

Inzwischen ist es eine richtig schöne Tradition geworden, dass wir Azubis uns jährlich im Dezember einmal mit unserer Ausbilderin treffen und das vergangene Jahr revuepassieren lassen.

Auch in diesem Jahr haben wir uns am 20. Dezember verabredet und bei gemütlich gedämmten Kerzenlicht zusammen Marzipankuchen und Zimtsterne gegessen und über die momentanen Aufgaben, Berufsschule und die Weihnachtsplanung gesprochen.

Der Azubi-Adventskaffee gehört mittlerweile irgendwie  einfach zum Jahresabschluss für uns dazu !

 

Auslandspraktikum an der Küste Südenglands

Auslandspraktikum - Kieler Nachrichten

Auslandspraktikum an der Küste Südenglands

Im letzten Sommer hatte ich die großartige Möglichkeit, in Form eines 3-wöchigen Auslandspraktikums gemeinsam mit 17 anderen Schülern des RBZ Wirtschaft Kiel in die südenglische Küstenstadt Torquay zu reisen.

Nachdem ich meine ausführliche Bewerbung inklusive Motivationsschreiben fertig gestellt hatte, gab es in den Folgemonaten bis zu meiner Abreise im Juni viele organisatorische Schritte, welche die Organisation KulturLife einem allerdings abnimmt. Neben Flug- und Transferinformationen werden einem eine Gastfamilie und der Arbeitsplatz zugeteilt.

Torquay selbst hat mir, wenn man mal von dem leider sehr durchwachsenen Wetter absieht, wirklich sehr gefallen. Als schönes Küstenstädtchen mit immerhin knapp 70.000 Einwohnern hat es einen besonders gemütlichen und romantischen Charme, vor allem, wenn man mit dem Doppeldeckerbus die Strandpromenade entlang fährt. Es wimmelt nur so von hungrigen, lauten Möwen, liebevoll „public enemy nr. 1“ betitelt. Als Kielerin fühlte ich mich, was Kulisse und Hintergrundgeräusche betrifft, also direkt ein wenig heimisch.

Ich hatte das Glück, für „Kents Cavern“ arbeiten zu dürfen, der größten Tropfsteinhöhle Südenglands. Täglich sind Busladungen an Touristen bei uns eingetroffen, um sich in Form unserer einstündigen Führungen die Höhlen anzuschauen. Ein dicker Pulli gehörte zu meiner Arbeitskleidung, denn nur dann war es möglich, die tolle Atmosphäre der Tropfsteinhöhle auch zu genießen; ich habe diese unterirdische Welt geliebt.
Ich hatte wirklich eine spannende Zeit hier. Neben dem Ticketverkauf, Gestalten und Übersetzen der Werbebroschüren und vielen anderen Marketingmaßnahmen, die zu meinen täglichen Aufgaben gehörten, waren es vor allem das Arbeitsklima und meine lieben Kollegen, welche meine Wochen hier so großartig gemacht haben.
Da mein Arbeitstag von 8-16 Uhr andauerte, blieb unter der Woche nicht viel Freizeit für Ausflüge. Für etwas Abwechslung haben dann die Wochenenden gesorgt, an denen ich immer so viel wie möglich unterwegs war und die Umgebung erkundet habe.

Zu meinen persönlichen Highlights der Reise gehörten ein Ausflug nach Totnes, einem verwunschenen, äußerst sympathischen Dörfchen ganz in der Nähe Torquays und ein Wochenendtrip nach Cornwall.
Cornwall ist der südwestlichste Zipfel Englands und mit Sicherheit vielen als Kulisse aus den Rosamunde-Pilcher-Filmen vertraut.
Da wir auf das Wandern und Busfahren beschränkt waren, konnten wir leider nur einen kleinen Teil Cornwalls sehen, welcher uns allerdings schon sehr begeistert hat.
Verträumte Küstendörfer, mit Schafen übersäte Wiesen, alte Burgruinen, die Küsten und Klippen und vor allem das Meer … die Landschaft ist idyllisch und wirklich zum Verlieben schön.

Besonders einprägsam während meiner Zeit in England war auch das EU-Mitgliedschaftsreferendum, dessen Ergebnisse 3 Tage vor meiner Abreise bekannt gemacht wurden. Großbritanniens überraschende Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen, sog. BREXIT, hat weltweit für riesiges Entsetzen gesorgt und ich habe vor Ort einiges von der aufgewühlten Stimmung mitbekommen.
In persönlichen Gesprächen vor allem mit U30 – Einwohnern habe ich auch von vielen gehört, dass sie doch lieber Teil der EU geblieben wären.
Natürlich ist Englands Austritt aus der Europäischen Union kein Weltuntergang, aber ich weiß es doch sehr zu schätzen, drei Wochen in Form meines Auslandspraktikums an der Küste Südenglands verbringen zu dürfen und dabei von dem Leonardo Da Vinci Programm der EU (Erasmus+) Unterstützung zu erhalten.
Momentan ist es fraglich, inwiefern diese Möglichkeit des finanziell unterstützten Auslandspraktikums speziell in England zukünftig für europäische Schüler/innen und Studenten/–innen noch bestehen wird und das finde ich persönlich sehr schade.

Ich bin sehr froh über die Erfahrungen und neuen Eindrücke, die ich in meiner Zeit in Torquay sammeln konnte. England hat mich mit seinen schönen, wenn auch versteckten Gegenden wirklich überrascht, die ich bei meinen bisherigen Sommerurlauben oder Wochenendtrips nicht entdeckt habe.
Jedem, der die Möglichkeit bekommt, ein Auslandpraktikum zu machen (ob nun in England oder in einem anderen Land), kann ich diesen Schritt sehr ans Herz legen.
Man erlebt in einem unvertrauten Umfeld eine völlig neue Arbeitsweise und erlernt einige Kenntnisse und Fähigkeiten, die einen für den weiteren Berufsweg zusätzlich qualifizieren. Eigene Sprachkenntnisse werden ganz nebenbei ausgebaut, da man im Job, zu Hause und im täglichen Leben Englisch spricht. Neben den vielen Eindrücken, die man von Land & Leuten bekommt, schließt man neue Freundschaften und lernt viel Neues, nicht zuletzt über sich selbst.

Meine Lieblingsabteilung

Butter bei die Fische – hier bin ich am liebsten

Als Azubi bei den Kieler Nachrichten werden wir im Laufe unserer Ausbildung in fast allen Abteilungen im Haus eingeteilt und bekommen so die Chance verschiedenste Eindrücke zu sammeln und auch abteilungsübergreifende Fähigkeiten zu erlernen. Vom Anzeigenverkauf, Vertrieb & Marketing und den digitalen Medien über die Personalabteilung und Finanzbuchhaltung bis hin zur Druckerei und der Redaktion … die Anforderungen an uns variieren je nach Abteilung und jeder stellt mit der Zeit fest, in welchen Bereichen seine persönlichen Stärken oder Schwächen liegen.

Ich habe mir nun nach 1 ½ Jahren mal die Zeit genommen, meine Erfahrungen in den einzelnen Abteilungen Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen: Wo gefiel es mir bisher am besten?

Eine schwere Frage. Vor Allem, wenn man bedenkt, dass ich mich (zum Glück) noch in keiner Abteilung unwohl gefühlt habe. Und, um ein Gesamtbild der Vorgänge hier zu bekommen, finde ich es sogar durchaus sinnvoll, Zeit in Bereichen zu verbringen, die später voraussichtlich nicht zu unserem Arbeitsalltag gehören werden (wie zum Beispiel die Rotationsarbeit im Druckzentrum). Zwischen den folgenden Abteilungen konnte ich mich bei der Wahl meiner Lieblingsabteilung partout nicht entscheiden:

Sales – Werbeanzeigen
Eines der Kerngeschäfte unserer Zeitung ist und bleibt wohl der Anzeigenverkauf. Private Familienanzeigen, wie Hochzeits- und Geburtstagsglückwünsche und auch gewerbliche Werbeanzeigen, wie z.B. die von bekannten Supermarktketten, hat mit Sicherheit jeder schon einmal beim Durchblättern der Zeitung wahrgenommen. Und genau diese Anzeigen werden in unserer Abteilung „Sales“ von Kunden in Auftrag gegeben. Anschließend müssen sie bearbeitet und erstellt werden, damit sie letztendlich in unserer Zeitung erscheinen können.

Warum gefiel es mir als Azubi gerade hier so gut?  Das Erstellen der Anzeigen finde ich immer wieder spannend, da es so viele verschiedene Themenbereiche gibt. Wer eine kreative Ader hat, wird diese hier auch etwas ausleben können, denn neben der Anzeigenannahme gilt es unter anderem auch Sonderthemen und Datenblätter zu entwerfen. Ganz abgesehen von den abwechslungsreichen Aufgabenfeldern ist die Anzeigenabteilung einer der häufigsten Einsatzbereiche für uns und ein gewisser Wohlfühlfaktor spielt mit Sicherheit auch eine Rolle.

Vertrieb & Marketing – PR, Events & Co
In der Marketingabteilung werden wir Azubi manchmal ein wenig „ins kalte Wasser geschmissen“ und einem werden ganze Projekte anvertraut, die es auszuarbeiten und zu präsentieren gilt. Kurz: hier wartet eine Menge Verantwortung!

Ich hatte in meinem ersten Lehrjahr zum Beispiel die Aufgaben unseren Berufsmesseauftritt zu organisieren oder Werbeartikel mit dem KN-Logo bedrucken und bestellen zu lassen. Wenn einem solch eine Aufgabe anvertraut wird, hat man anfänglich großen Respekt davor, keine Frage. Aber die Devise lautet: Erstmal anfangen, ausprobieren und sein Bestes geben! Und bloß keine Scheu davor haben, Fragen zu stellen und sich bei auftretenden Problemen von den erfahrenen Mitarbeitern helfen zu lassen. Am Ende wird man dann mit dem Gefühl belohnt, etwas ganz alleine auf die Beine gestellt zu haben. An jeder Herausforderung wächst man schließlich, auch als Azubi.

Wer nur tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“

Azubis on Tour

Prüfungsvorbereitungsseminar in Königswinter

Christine und Ich sind seit einem halben Jahr im zweiten Lehrjahr unserer Ausbildung angekommen, die Zwischenprüfung ist überstanden … zwischen uns und unserer Abschlussprüfung liegen nur noch 6 Monate.
Nun gilt: unsere Lernzettel auf Vordermann bringen, alte Prüfungen herauskramen und mit dem Lernen für das „Grande Finale“ beginnen.

Aber wo soll man da anfangen und wo aufhören?

Als Unterstützung bei den Lernvorbereitungen werden wir Azubis im Endspurt unserer Ausbildung üblicherweise auf das Prüfungsseminar in Königswinter geschickt. In Form eines fünftägigen Kurses wird Medienkaufleuten hier der prüfungsrelevante Stoff aus den Themengebieten Verlagsmarketing und Betriebswirtschaftslehre zusammengefasst vorgetragen. Für uns ist das eine riesige Unterstützung beim Verschaffen eines Überblicks über den recht umfangreichen Lernstoff. Und ganz nebenbei stellt die Woche auch eine willkommene Abwechslung vom Arbeitsalltag dar.

Damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, wie so eine Seminarwoche für uns verläuft, hier einmal der Ablauf unseres kleinen „Betriebsausfluges“:

Sonntag, 12.03.2017
12:33 Uhr – Los geht’s!
Mit Reisekoffer, Lunchpaket und Zeitschriften für die 7-stündige Fahrt gerüstet steigen wir in den Zug in Richtung Köln. Aufregend!

17:30 Uhr – Ahoi Köln
Spätestens hier vom Reisefieber gepackt müssen „Kölner-Dom-Selfies“ und Snapchatfilter her.

19:00 Uhr- Endlich angekommen
Leider ist es schon dunkel…also können wir nur noch Auspacken, die Unterkunft erkunden, ein bisschen Fernsehen und uns von der Reise erholen.

Montag, 13.03.2017 – Tag 1
Zum Frühstück gibt es Kaffee, frische Brötchen und Obst … satt lernt es sich viel besser. Die über 40 anderen Azubis sind alle sehr nett. Die beliebtesten Gesprächsthemen: Zeitung, der Bachelor und „was gibt es heute eigentlich für Kuchen?“

Dienstag, 14.03.2017 – Tag 2
Die Sonne scheint, einige Vorträge sind unterhaltsam, andere eher trocken. Insgesamt ist es aber ein guter Mix. Die Folien der Power Point Präsentationen erhalten wir vor jedem Vortrag ausgeteilt, samt Prüfungsfragen und Lösungen. Es gibt zweimal warmes Essen und täglich eine Kuchenpause! Für Nervennahrung ist also gesorgt.

Mittwoch, 15.03.2017 – Tag 3
So langsam weiß man nicht mehr, wohin mit dem ganzen Gelernten, sowohl der Kopf als auch der Ordner füllt und füllt sich. Jeden Tag 8 Stunden lang Vorträge hören… das ist gar nicht ohne. Die Vorträge zu den Themen Vertrieb in Medienunternehmen und Verlagsbetriebswirtschaftslehre fanden wir besonders hilfreich!

Donnerstag, 16.03.2017 – Tag 4
Die letzten Tage lautete unser Abendprogramm „Bett, Lesen, Schlafen!“ Heute haben wir mal spontan Musical Tickets für „the Bodyquard“ in Köln gekauft. Die große Überraschung vor Ort: statt unserer (verhältnismäßig günstig) gebuchten, getrennten Plätze in der letzten Reihe, erwarten uns zwei zusammenliegende Plätze in der DRITTEN Reihe!! Wir können unser Glück kaum fassen und sind voll aus dem Häuschen. Das Musical ist großartig!

Freitag, 17.03.2017 – Abreisetag
Letzter Tag = Schontag? Nix da … auch heute gibt es nochmal ordentlich Lernstoff mit auf den Weg. Nach 5 Tagen qualmt der Kopf. Und um 16:00 Uhr sitzen wir dann auch schon im Zug Richtung Heimat … Die Woche ging schnell rum. Die Freude auf Kiel und das eigene Bett ist groß.

Die Prüfungsvorbereitungswoche fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern eher wie ein schöner Ausflug in den Süden. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man täglich eine riesige Menge Input bekommen hat und gefühlt non-stop mitdenken musste.

Das war schon irgendwie anstrengend, aber es hat gleichzeitig auch Spaß gemacht und sich wirklich gelohnt. Denn wir fühlen uns jetzt auf alle Fälle viel besser für den kommenden Lernmarathon gerüstet.

Die Ausbildung

Medienkauffrau/-mann Digital und Print

Du bist zufällig im Laufe Deiner Zukunftsplanung auf den Ausbildungsberuf „Medienkauffrau/-mann Digital und Print“ gestoßen und denkst jetzt „das klingt interessant, aber was genau macht man denn da?“

Auf unserem Blog versuchen wir Azubis Dir möglichst viele Einblicke in unsere Ausbildung zu geben, um genau diese Frage zu beantworten. Im letzten Jahr haben wir sogar ein Video gedreht und geschnitten, welches Interessierten möglichst genau unseren Arbeitsalltag zeigen soll.
Schau gerne mal rein, um Dir ein eigenes Bild von uns und dem Betrieb zu machen:

Kurz und Knapp
Die Ausbildung bietet ein weit gefächertes Spektrum an beruflichen Tätigkeiten. Du wirkst bei der Produktentwicklung, -gestaltung und –herstellung mit, berätst Kunden über Medienprodukte und Dienstleistungen des Unternehmens, vermarktest Print- und Digitalprodukte und erarbeitest  Marketingkonzepte.
Und nicht zu vergessen: natürlich spielt auch der kaufmännische Bereich in unserer Ausbildung eine große Rolle.
In Form von 6 Blöcken à circa 6 Wochen findet der schulische Teil unserer Ausbildung im RBZ Wirtschaft in Kiel statt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, aber wenn deine schulischen und betrieblichen Leistungen es zulassen, ist es auch möglich auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen.

Voraussetzungen:

  • Du hast mindestens einen guten Bildungsabschluss
  • Du bist kommunikativ, freundlich, engagiert und teamfähig
  • Du zeigst Eigeninitiative, Vielseitigkeit und besitzt eine gute Organisationsfähigkeit
  • Du hast hohes Interesse am Online-Bereich

Ausbildungsbeginn:

  • jeweils am 01. August

Bewerbung:

  • 01.08.-30.09. für das Folgejahr
  • bewerbung@kieler-nachrichten.de, alle Anhänge in einer pdf-Datei zusammengefasst
  • Kieler Zeitung Verlags- und Druckrei KG – GmbH & Co.
    Personalabteilung
    Fleethörn 1-7
    24103 Kiel